Waldbrände in Südeuropa
Historische Waldbrände zwingen Hunderttausende zur Flucht
Spanien, Frankreich und Italien kämpfen mit verheerenden Waldbränden. In der französischen Provinz Gironde rund um Bordeaux wurden mindestens 167'000 Menschen evakuiert. Rund um Madrid suchen Einsatzkräfte nach zurückgebliebenen Menschen und Tieren. Laut der Lokalregierung von Madrid ist das Ausmass historisch.
In Südeuropa wüten Waldbrände teilweise historischen Ausmasses. Nach Angaben der Lokalregierung von Madrid handelt es sich um den schlimmsten Brand in der Geschichte der spanischen Hauptstadt. Der Katastrophenschutz teilte am Samstagmorgen mit, dass das Feuer weiterhin nicht unter Kontrolle sei.
Auf Videos ist zu sehen, wie Beamte der spanischen Polizeieinheit «Guardia Civil» Haustüren aufbrechen, um zurückgebliebene Menschen zu retten, oftmals ältere Personen. Ein weiteres Video zeigt Polizisten, die einen Hund in ein Auto tragen, um ihn vor den Flammen zu retten. Die geflüchteten Menschen werden derzeit in Notunterkünften untergebracht, darunter in Schulen und Turnhallen.
Die französische Präfektur Gironde spricht von rund 19'000 Hektaren, die seit Mittwoch von den Flammen erfasst wurden – eine Fläche, die grösser ist als jene der Stadt Paris. Gemäss dem lokalen Feuerwehrchef Marc Vermeulen werden pro Stunde bis zu 1000 Hektaren Wald zerstört, was rund 1400 Fussballfeldern entspricht. Wie in Madrid sprechen auch die Behörden in Frankreich von einem «beispiellosen Ausmass».
Kernfakten
- Mindestens 167'000 Evakuierte in der Provinz Gironde
- Rund 19'000 Hektaren seit Mittwoch verbrannt (Präfektur Gironde)
- Bis zu 1000 Hektaren Wald pro Stunde zerstört
- Betroffene Länder: Spanien, Frankreich, Italien
Quellen auf nau.ch
Dieser Text wurde aus den oben verlinkten Artikeln neu geschrieben. Jeder Satz wurde einzeln gegen die Quellen geprüft; unbelegte Sätze werden nicht publiziert.