Liestal
Liestal verbietet Alkoholkonsum auf dem Wasserturmplatz
Auf dem Wasserturmplatz in Liestal gilt seit Mittwoch ein Verbot für Alkoholkonsum ausserhalb von gastwirtschaftlichen Betrieben. Zuvor gab es dort Probleme mit Alkohol- und Drogenkonsum sowie mit Gewalt. Die Massnahme ist auf einen Monat befristet und umfasst einen klar abgegrenzten Bereich. Die Stadt sucht nach eigenen Angaben weiter nach einer nachhaltigen Lösung.
Im Bereich des Wasserturmplatzes hatte sich laut René Frei, Bereichsleiter für Sicherheit und Soziales, kürzlich eine neue Szene gebildet. Es seien Alkohol und Drogen konsumiert worden, zudem sei es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen innerhalb der Gruppe gekommen. Die Polizei sei fast täglich im Einsatz gewesen, mehrfach habe die Sanität aufgeboten werden müssen.
Passantinnen und Passanten wurden angepöbelt und mieden den Ort, auch das dortige Gewerbe habe gelitten und die Stationen des öffentlichen Verkehrs seien weniger genutzt worden. Kontaktversuche, der Einsatz eines Sicherheitsdienstes und Platzverweise brachten laut Frei nichts. Das Verbot solle zunächst Ruhe und Ordnung wiederherstellen.
Damit sei die Situation aber noch nicht gelöst, betonte Frei: Diese Menschen seien ein Teil der Gesellschaft, und man wolle mit ihnen zusammen eine nachhaltige Lösung finden. Der Nutzungskonflikt solle entschärft werden, ohne jemandem das Recht auf Verweilen zu nehmen. Eine Verschiebung der Szene an einen anderen Ort in der Stadt hält Frei für möglich, bisher habe sich aber kein Hotspot von vergleichbarer Intensität gebildet.
Kernfakten
- Alkoholverbot auf dem Wasserturmplatz Liestal seit Mittwoch in Kraft
- Befristung: ein Monat, klar abgegrenzter Bereich
- Zuständig: René Frei, Bereichsleiter Sicherheit und Soziales
- Als mögliches Vorbild für eine Lösung nennt Frei Brugg AG
Quellen auf nau.ch
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