Schweizer Armee
Armee prüft Wiederinbetriebnahme alter Armee-Bunker
Die Schweizer Armee prüft, alte Bunker wieder in Betrieb zu nehmen. Grund ist die verschlechterte sicherheitspolitische Lage in Europa. Gesucht wird vor allem geschützte Lagerfläche für Verbrauchsmaterial, Ersatzteile, Arzneimittel, Gefahrengut oder Munition. Das Bundesamt für Rüstung Armasuisse hat den Auftrag für eine Studie öffentlich ausgeschrieben.
Die Anforderungen an Schutz, Resilienz und Dezentralisierung der Armee hätten sich erhöht, und auch der Bedarf an geschützter Lagerfläche sei gestiegen, teilte das Verteidigungsdepartement am Samstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Zuerst berichtet hatte der «Blick».
Eine Studie soll aufzeigen, wie unterirdische Armee-Anlagen innovativ und kosteneffizient reaktiviert werden könnten. Aus Gründen des Informationsschutzes werden weder die Anzahl der Bunker noch weitere Details kommuniziert.
Laut Angaben des Bundes bestanden frühere Immobilienportfolios der Armee aus einer beträchtlichen Zahl an unterirdischen Versorgungsanlagen, Munitionskavernen, Militärspitälern, Flugzeugkavernen, Stellungen, geschützten Unterkünften, Unterständen und Kommandoposten. Wie viele unterirdische Militäranlagen die Schweiz besitzt, ist nicht bekannt; historische Quellen sprechen laut «Blick» von rund 20'000 «Objekten der Verteidigung». Hinzu kommen rund neun Millionen Schutzplätze in rund 370'000 privaten und öffentlichen Schutzräumen, wie der Website des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz zu entnehmen ist.
Kernfakten
- Rund neun Millionen Schutzplätze in rund 370'000 Schutzräumen
- Ausschreibung der Studie durch Armasuisse
Quellen auf nau.ch
Dieser Text wurde aus den oben verlinkten Artikeln neu geschrieben. Jeder Satz wurde einzeln gegen die Quellen geprüft; unbelegte Sätze werden nicht publiziert.