feed.nau
Reh

Trockenheit im Kanton Luzern

Anhaltende Trockenheit setzt Wildtieren im Kanton Luzern zu

vor 11 Std. 1 Quellartikel

Die anhaltende Trockenheit und die hohen Temperaturen bringen Wildtiere in Bedrängnis. Dem Kanton Luzern wurden bereits schwache und tote Rehkitze gemeldet, die möglicherweise wegen Nahrungsmangels nicht überlebt haben. Kleinere Gewässer sind schon im Juni ausgetrocknet, Wasserstellen versiegen. Besonders betroffen sind laut dem Jagdamt wassergebundene Tiergruppen wie Fische und Amphibien.

«Die anhaltende Trockenheit und die hohen Temperaturen können bei Wildtieren zu Hitzestress führen», sagt Claudio Schorta vom Jagdamt des Kantons Luzern. Zahlreiche Tiere verlegen ihre Aktivitäten deshalb in die Nacht- und Dämmerungsstunden und suchen tagsüber einen schattigen Rückzugsort. Wichtig sei, «dass die Tiere ihre Ruhe haben und nicht gestört werden», denn bei einer Flucht würden sie noch mehr gestresst, zudem «besteht die Gefahr einer Überhitzung».

Anhaltende Hitzeperioden seien vor allem für wassergebundene Tiergruppen wie Fische und Amphibien verheerend, weil diese in ihrer Mobilität stark eingeschränkt und meist an ihren Lebensraum gebunden seien, betont Schorta. Auch das Alpenschneehuhn, das vereinzelt in höheren Berglagen in Luzern vorkommt, hat es schwer: «Alpine Arten sind besonders stark dem Klimawandel ausgesetzt», so der Experte.

Rehkitze finden kaum noch Deckung und Nahrung, während ausgetrocknete Bäche und Wiesen das Ausmass der Dürre sichtbar machen. Wiederholte Sommerdürren führen laut dem Bericht langfristig zu einem Rückgang der Bodenfauna.

Kernfakten

  • Dem Kanton Luzern wurden schwache und tote Rehkitze gemeldet
  • Kleinere Gewässer trockneten bereits im Juni aus
  • Claudio Schorta, Jagdamt des Kantons Luzern

Quellen auf nau.ch

Dieser Text wurde aus den oben verlinkten Artikeln neu geschrieben. Jeder Satz wurde einzeln gegen die Quellen geprüft; unbelegte Sätze werden nicht publiziert.