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US-Zölle gegen EU

EU-Kommission sieht in neuen US-Zöllen keine Verschlechterung

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Die USA erheben ab sofort neue Zölle gegen 60 Handelspartner, darunter die Europäische Union. Die EU-Kommission bewertet das Vorgehen positiv, da es im Einklang mit den vereinbarten Zollverpflichtungen der USA stehe. Für die EU gilt laut Kommission ein pauschaler Zollsatz von zehn Prozent. Auf Schweizer Importe soll dagegen ein US-Zusatzzoll von bis zu 12,5 Prozent gelten.

Das Büro des US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer teilte mit, dass ab sofort neue Zölle gegen 60 Handelspartner erhoben werden, auch auf Waren aus der Europäischen Union. Faktisch ersetzen sie die temporären globalen Zölle in Höhe von 10 Prozent, die US-Präsident Donald Trump mit Ende des gesetzlich erlaubten Zeitrahmens von 150 Tagen nicht mehr erheben darf. Als Begründung nennen die USA diesmal angeblich unzureichende Massnahmen der Handelspartner gegen Zwangsarbeit.

Ein Sprecher der Brüsseler Behörde erklärte, die EU sehe darin keine Verschlechterung der Situation für Deutschland und andere Mitgliedsländer. Alle EU-Exporte profitierten nach den neuen Zollregelungen entweder von einer günstigeren oder einer gleichwertigen Behandlung. Zusätzlich würden die Zollbefreiungen für Importe aus der EU wie für Kork und Diamanten wieder eingeführt, die zu den bestehenden Befreiungen für Flugzeuge und Flugzeugteile, Generika und Wirkstoffe hinzukämen. Die Ankündigung liefere zudem positive Impulse, um an weiteren Zollbefreiungen zu arbeiten.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Trump hatten sich zuvor auf einen Zoll-Deal geeinigt, um einen drohenden Handelskrieg abzuwenden. Es handelt sich um das auch als «Turnberry-Deal» bekannte bilaterale Handelsabkommen zwischen der EU und den USA, dessen Zollverpflichtungen auf EU-Seite am 1. Juli 2026 in Kraft getreten sind. Die Schweiz steht mit dem Zusatzzoll von bis zu 12,5 Prozent gleich wie Japan und Südkorea, ist jedoch schlechter gestellt als die EU oder Taiwan mit einem Gesamtzoll von 10 Prozent.

Kernfakten

  • Neue US-Zölle gegen 60 Handelspartner, darunter die EU
  • Pauschaler Zollsatz von 10 Prozent für die EU
  • Bis zu 12,5 Prozent US-Zusatzzoll auf Schweizer Importe
  • EU-Zollverpflichtungen aus dem «Turnberry-Deal» seit 1. Juli 2026 in Kraft

Quellen auf nau.ch

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