Starlink-Anlagen in Bulgarien
Bei Sofia brennt Starlink-Anlage, DANS geht von Sabotage aus
Nach einem Anschlag auf eine Starlink-Bodenstation in Polen ist es auch in Bulgarien zu einem Brand in einer Anlage des Satelliteninternetdienstes gekommen.
9 Beiträge in der Diskussion 4 heute · 9 StimmenOpposition macht Brand öffentlich
Bulgariens Regierungschef Rumen Radew bestätigte in der Fragestunde des Parlaments den Vorfall in der Nähe der Hauptstadt Sofia.
Öffentlich gemacht hatte den Brand das prowestliche Oppositionsbündnis Demokratisches Bulgarien (DB).
Wegen laufender Ermittlungen wollte Radew keine näheren Angaben machen.
Dem Bündnis zufolge sollen in einer geheim gehaltenen Starlink-Anlage nahe Sofia elf von 17 Antennen am 9. Oktober vorsätzlich in Brand gesetzt worden sein.
Diese Antennen dienten zur Hauptverbindung zu SpaceX und würden im Ukraine-Krieg genutzt.
Prowestliche Oppositionsparteien vermuten eine Verbindung zu Russland.
Innenministerium verstärkt Bewachung
Der Chef der bulgarischen Agentur für nationale Sicherheit DANS, Plamen Tontschew, geht bei dem Brand von Sabotage aus.
«Derartige Sabotage-Akte sind auch in Zukunft nicht ausgeschlossen», warnte er im bulgarischen Parlament.
Die Aussenministerin Welislawa Petrowa-Tschamowa betonte, dass die Anlage eine private Einrichtung sei.
Die Bewachung der Anlage werde nun verstärkt, sagte sie der dpa in Berlin.
Das Innenministerium habe zusätzliche Massnahmen zur Bewachung ähnlicher Standorte ergriffen, obwohl deren Eigentümer in der Verantwortung stünden, sagte Innenminister Iwan Demerdschiew.
Brand im Terminal bei Warschau
Das Satellitennetz ist ein strategisch wichtiger Bestandteil der ukrainischen Verteidigung im Krieg gegen Russland.
Am 23. September war in einem Starlink-Terminal in Wola Krobowska, 50 Kilometer südlich von Warschau, ein Brand ausgebrochen.
Die polnische Regierung sprach kurz danach von einem wahrscheinlichen Sabotageakt.
Das Feuer erfasste die Stromversorgungsstation und den Stromgenerator.
Aus der DiskussionHahahaha… nicht Russland. Ukraine bekommt keine Informationen mehr.User #3978 7 mal zugestimmt Mitreden
Zwei Festnahmen in Nürtingen
In Nürtingen bei Stuttgart wurden zwei Männer festgenommen, die den Anschlag in Polen verübt haben sollen.
Auf Antrag der polnischen Geheimdienste habe die deutsche Polizei zwei türkische Staatsbürger festgenommen, schrieb Polens Regierungschef Donald Tusk auf X.
Die Regierung in Warschau vermutet, dass russische Geheimdienste hinter der Tat stehen.
Die Männer sollen sich vor der polnischen Justiz verantworten müssen.
Der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Nürtingen eröffnete den europäischen Haftbefehl und ordnete Haft an.
Laut «Bild» soll die Polizei in Berlin-Spandau zudem einen weiteren Verdächtigen gefasst haben.