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Lungenoperation des Papstes

Papst Leo XIV. hat Lungenkrebs – Unterlappen der rechten Lunge entfernt

Publiziert 11.10.2026, 12:50 Uhr Aktualisiert 14.10.2026, 10:52 Uhr

Papst Leo XIV. hatte am Sonntag öffentlich gemacht, dass bei einer Routinekontrolle in seiner Lunge ein Knoten gefunden worden war.

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Unterlappen der Lunge entfernt

Dem an Lungenkrebs erkrankten Papst wurde vorsorglich ein Stück der Lunge entfernt.

Die Gemelli-Klinik in Rom teilte mit, Leo XIV. sei der untere Lappen der rechten Lunge entfernt worden, in dem der zuvor entdeckte Tumor sass.

Dadurch soll sichergestellt werden, dass keine Tumorzellen übrig bleiben.

Diagnose Lungenadenokarzinom

Festgestellt wurde ein Lungenadenokarzinom, eine bösartige Krebsart der Lunge.

Es ist die häufigste Form von Lungenkrebs, wie Jürgen Behr vom Lehrstuhl für Klinische Pneumologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München erklärt.

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Lungenverlust laut Behr nicht dramatisch

Für Patienten sei der Verlust eines Lungenlappens nicht dramatisch, erklärt Behr.

Er gehe mit etwa 10 bis 20 Prozent Leistungsverlust der Lunge einher, was im Alltag oft nicht grossartig auffalle.

Offene Fragen zum Tumor

Keine Angaben gab es zunächst dazu, wie gross der gefundene Tumor war, ob es weitere Knoten in dem Lungenlappen gab und ob bereits Lymphknoten befallen sind.

Alle drei Befunde würden mit schlechteren Aussichten einhergehen, erklärte Behr.

Tumoranalyse in ein bis drei

Zentral sei nun, was die Analyse der molekularen Signatur des Tumors ergebe.

Diese können in ein bis drei Tagen vorliegen.

Treibermutationen als Behandlungsansatz

Geschaut wird unter anderem nach sogenannten Driver-Mutationen, bestimmten Erbgutveränderungen in Krebszellen, die deren unkontrolliertes Wachstum massgeblich antreiben.

Manche davon können mit Tabletten gezielt blockiert werden.

Nicht jeder Lungenkrebs hat eine behandelbare Treibermutation, dann kommen je nach Situation Chemotherapie und/oder Immuntherapie infrage.

Metastasen wären ungünstig

Ungünstig wäre es, würden im Körper Metastasen gefunden.

Bei Lungenkrebs seien davon neben den Lymphknoten vor allem Nebenniere, Hirn, Leber oder Knochen betroffen.

Knoten bei Kontrolle entdeckt

Der 71-Jährige hatte am Sonntag nach dem Angelus-Gebet bekannt gegeben, dass bei ihm ein «Knoten in der Lunge» entdeckt worden sei.

Dieser sei bei Kontrollen in einem «sehr frühen Stadium» entdeckt worden.

Leo fügte hinzu: «Die Ärzte halten einen Eingriff für angebracht.»

Operation ohne Komplikationen

Nur anderthalb Jahre nach seiner Wahl ist Leo XIV. an Lungenkrebs erkrankt, wie die Ärzte des gebürtigen US-Amerikaners am Abend nach der Operation in der Gemelli-Klinik in Rom bekannt gaben.

Die Operation verlief ohne Komplikationen.

Vatikan meldet erfolgreichen Eingriff

Der Eingriff zur Entfernung eines Knotens sei «erfolgreich» verlaufen, teilte ein Sprecher des Vatikans mit.

Der 71-Jährige habe bereits in sein Zimmer zurückkehren können.

Nun soll der Papst etwa eine Woche Erholung bekommen.

Aus der Diskussion
Weshalb kommt sowas in der Zeitung. Hunderttausende auf der Welt haben das auch und davon liest man nichts.
User #6246 15 mal zugestimmt Mitreden

Klinik als Krankenhaus der Päpste

Die Gemelli-Klinik in Rom ist seit Jahrzehnten für die Behandlung von Päpsten zuständig und wird wegen ihrer besonderen Rolle oft als «Krankenhaus der Päpste» bezeichnet.

Sie liegt nur fünf Kilometer Luftlinie vom Vatikan entfernt.

Im zehnten Stock gibt es einen eigenen Trakt für den Papst.

Recherche Keystone-SDA 9 Quellen
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