EU-Transit für russisches Getreide
Baltenstaaten fordern EU-Transitverbot für russisches Getreide
Estland, Lettland und Litauen haben sich in einem gemeinsamen Brief an EU-Ratspräsident António Costa und Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gewandt.
18 Beiträge in der Diskussion 18 heute · 13 StimmenBrief an EU-Spitze
Estland, Lettland und Litauen haben die EU in einem gemeinsamen Brief dazu aufgefordert, den Transit von russischem Getreide durch die Europäische Union zu verbieten.
Der Brief ist an EU-Ratspräsident António Costa und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gerichtet.
Begründung der Baltenstaaten
In dem Schreiben heisst es, Russland bombardiere ukrainische Häfen und verhindere, dass ukrainisches Getreide auf den Weltmarkt gelange, wolle aber gleichzeitig vom Transport des eigenen Getreides durch die EU profitieren.
Die europäische Infrastruktur dürfe Russland nicht dabei helfen, seinen Krieg zu finanzieren.
Die EU dürfe Russland nicht erlauben, die wirtschaftlichen Folgen seiner Aggression auszugleichen, und müsse zudem verhindern, dass aus besetzten Gebieten der Ukraine gestohlenes Getreide durch die EU exportiert werde.
Litauens Staatspräsident Gitanas Nauseda sowie die Regierungschefs Kristen Michal aus Estland und Andris Kulbergs aus Lettland betonten, man müsse den Druck auf den Aggressor erhöhen und der Ukraine helfen, ihre Waren auf den Weltmarkt zu bringen.
Estland verhängte bereits Verbot
Estland hatte in der Vorwoche ein Transitverbot für russisches Getreide verhängt.
Auch Lettland und Litauen versuchen, durch Massnahmen wie höhere Tarife und strengere Kontrollen die Getreidelieferungen zu unterbinden.
Die drei an Russland grenzenden EU- und Nato-Staaten sind enge Partner und Unterstützer der Ukraine, die sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion wehrt.