Militärhinrichtung in Texas
Vance will Live-Hinrichtung von Nidal Hasan nicht ansehen
Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte angekündigt, die für den 3. Dezember geplante Erschiessung von Nidal Hasan per Livestream zu übertragen.
83 Beiträge in der Diskussion 69 heute · 64 StimmenVance zweifelt an Livestream
US-Vizepräsident JD Vance hat vor Journalisten in Lima im US-Bundesstaat Ohio gesagt, er wisse nicht, ob es tatsächlich zur angekündigten Live-Übertragung der Hinrichtung kommen werde.
Man müsse abwarten, was im Dezember geschehe.
Zugleich sagte er: «Wenn es per Livestream übertragen wird, werde ich es mir nicht ansehen.»
Vance betont Schwere der Tat
Vance betonte die Schwere der Verbrechen des zum Tode verurteilten Nidal Hasan.
Dieser habe seiner Ansicht nach den schlimmsten Terroranschlag auf amerikanischem Boden seit den Anschlägen vom 11. September 2001 verübt.
Unabhängig von der Kontroverse um die Hinrichtungsmethode dürfe nicht vergessen werden, dass Hasan viele unschuldige Menschen brutal ermordet habe.
Hegseth kündigt Live-Übertragung an
Am Donnerstag hatte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth bekanntgegeben, dass die Hinrichtung per Livestream übertragen werden solle.
Das Pentagon bestätigte das anschliessend gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.
Die Pläne lösten heftige Kritik aus.
Hegseth sagte dem rechtskonservativen US-Sender Real America's Voice: «Die Menschen müssen verstehen, dass solche Taten schwerwiegende Konsequenzen haben.»
Trump genehmigt Erschiessung
Die von Präsident Donald Trump genehmigte Hinrichtung des früheren Militärpsychiaters soll durch ein Erschiessungskommando auf der Militärbasis Fort Hood im Bundesstaat Texas erfolgen, wo Hasan seine Tat beging.
Pentagon-Sprecher Sean Parnell hatte mitgeteilt, dass Hegseth die Hinrichtung empfohlen und Trump sie genehmigt habe.
Die Exekution ist für den 3. Dezember geplant.
Gemäss US-Medien wäre es die erste Militärhinrichtung in den USA seit mehr als 60 Jahren.
Massaker in Fort Hood 2009
Hasan hatte 2009 als damaliger Armeemajor auf dem Militärstützpunkt Fort Hood 13 Menschen erschossen und 32 weitere verletzt.
Laut Pentagon-Sprecher Parnell eröffnete er damals das Feuer auf unbewaffnete US-Soldaten und rief «Allahu Akbar».
Der heute 56-Jährige wurde zum Tode verurteilt.
Aus der Diskussion"Erschiessungskommando des US-Militärs streamen" Welch ein perverses Vorhaben, aber unter dem Präsidementen kann man nichts anderes erwarten.User #1913 32 mal zugestimmt Mitreden
Gescheiterte Hinrichtung in Tennessee
In den USA sorgten zuletzt mehrere Hinrichtungen für Schlagzeilen.
Im Bundesstaat Tennessee scheiterte der Versuch, die Todesstrafe gegen Christa Pike zu vollstrecken.
Die verurteilte Mörderin überlebte die Giftspritze und wurde schwer verletzt ins Spital gebracht.
Weltweit wurde die Todesstrafe zuletzt vermehrt vollzogen.