Darmkrebs-Vorsorge Solothurn
2700 Personen nutzen Solothurns Darmkrebs-Screening
Der Kanton Solothurn hat am 1. September 2025 ein Darmkrebs-Früherkennungsprogramm für Personen zwischen 50 und 69 Jahren gestartet.
2700 Teilnehmende im ersten Jahr
Im Kanton Solothurn haben seit dem Start im September 2025 rund 2700 Personen das Darmkrebs-Screening genutzt.
Rund 1200 Personen führten einen «Blut-im-Stuhl»-Test durch, rund 1500 Personen eine Darmspiegelung im Rahmen des Programms.
Der «Blut-im-Stuhl»-Test wird alle zwei Jahre wiederholt, die Darmspiegelung wird alle zehn Jahre empfohlen.
Wer eingeladen wird
Das Programm richtet sich derzeit an Einwohnerinnen und Einwohner des Kantons zwischen 50 und 69 Jahren.
Sie werden persönlich und gestaffelt angeschrieben und zur freiwilligen Teilnahme eingeladen.
Durchgeführt wird das Programm von der Krebsliga beider Basel im Auftrag des Kantons.
Ziel der Früherkennung
Der Kanton startete das Programm am 1. September 2025. Jährlich erkranken rund 4500 Menschen neu an Darmkrebs.
Wird die Krankheit frühzeitig erkannt, ist sie meist gut behandelbar, und durch die Entfernung von Krebsvorstufen kann eine Erkrankung sogar verhindert werden.
Ausweitung bis Alter 74 ab
Über die Hälfte der Darmkrebsneuerkrankungen tritt ab dem 70. Lebensjahr auf.
Die obligatorische Krankenversicherung übernimmt seit letztem Jahr die Kosten der Darmkrebsvorsorgeuntersuchung bei Personen im Alter von 50 bis 74 Jahren.
Ab dem 1. Januar 2027 können auch Einwohnerinnen und Einwohner bis zum Alter von 74 Jahren am kantonalen Programm teilnehmen.
Krebsliga zieht erste Bilanz
«Die ersten Zahlen zeigen, dass das Angebot genutzt wird und einen wichtigen Beitrag zur Darmkrebsvorsorge leistet», sagt Dr. med.
Bettina Bringolf-Isler, Co-Leiterin Screening-Programme Krebsliga beider Basel.
«Besonders wertvoll ist, dass wir mit dem Screening Veränderungen erkennen können, bevor sie Beschwerden verursachen.»