Schüsse in Aarau
Tatverdächtiger nach tödlichen Schüssen an Rave in Aarau gefasst
In der Nacht auf Sonntag wurde an einem Rave im Aarauer Schachen geschossen, eine 22-Jährige starb, fünf Menschen wurden verletzt.
174 Beiträge in der Diskussion 8 heute · 93 StimmenTatverdächtiger festgenommen
An einem Rave im Aarauer Schachen kam es in der Nacht auf Sonntag zu Schüssen.
Eine 22-jährige Italienerin mit Wohnsitz in der Schweiz kam dabei ums Leben.
In der Nacht auf Montag gelang es der Polizei, einen tatverdächtigen 43-jährigen Schweizer festzunehmen.
Ob es sich um den Täter handelt und welches Motiv er für die Tat hatte, ist noch unklar.
Der Tatverdächtige wurde ausserhalb des Kantons festgenommen.
Opfer und Verletzte
Das Todesopfer war laut Nau.ch Maria S., eine Italienerin, die erst vor kurzem in die Schweiz gezogen war, um hier zu arbeiten.
Fünf weitere Menschen wurden bei der Schiesserei verletzt, darunter eine deutsche Staatsangehörige sowie vier Schweizer Männer im Alter von 24 bis 31 Jahren.
Laut Polizei handelt es sich nach aktuellem Stand um Zufallsopfer.
Nach früheren Angaben der Polizei befand sich keiner der Verletzten in Lebensgefahr.
Tathergang am Rave
Der Vorfall ereignete sich bei der Pferderennbahn im Schachen, wo eine Rave-Party stattfand.
Laut Nau.ch fielen die Schüsse am Sonntagmorgen gegen 02.30 Uhr.
Gegenüber SRF sagte die Kantonspolizei, dass die Schüsse in eine Menschenmenge abgefeuert worden seien.
Laut Nau.ch eröffnete die Täterschaft mit einer Pistole und einer Langfeuerwaffe das Feuer.
Die Veranstaltenden erwarteten rund 2500 Personen an dem Anlass, wie es auf deren Website hiess.
Wie viele Personen zum Zeitpunkt der Schiesserei auf dem Gelände waren, blieb vorerst unklar.
Fahndung und Grosseinsatz
Nach den Schüssen war die Täterschaft zunächst flüchtig.
Die Fahndung lief schweizweit, unter Mithilfe von Fedpol, dem Nachrichtendienst des Bundes sowie weiterer Kantonspolizeien, insbesondere jener von Solothurn, auch die deutsche Polizei war beteiligt.
Neben der Kantonspolizei Aargau standen die Feuerwehr, mehrere Rettungsdienste und das Kantonale Katastrophen Einsatzelement des Kantons Aargau im Einsatz.
Am Montag hielt die Polizei fest, dass der Grosseinsatz andauere und es keine neuen Informationen zur Täterschaft oder zu den Hintergründen gebe.
Aus der DiskussionMutmasslich wieder ein Täter der Stimmen in seinem Kopf gehört hat und von einem linken Gutachter als schuldunfähig erklärt wird.User #1779 26 mal zugestimmt Mitreden
Mitorganisator rettet Verletzten
Rave-Mitorganisator Livio Montinero schilderte gegenüber der SRF-Tagesschau, wie er einem Verletzten das Leben rettete.
Er sei in der Nähe eines Notausgangs gewesen, als die Schüsse fielen, und mit mehreren Personen in Richtung Pferderennbahn gerannt.
Dort wurde eine Person aus der Gruppe von hinten angeschossen.
Montinero und die anderen brachten den Verletzten über die Pferderennbahn in Sicherheit.
Veranstalter verteidigt Sicherheitskonzept
Rave-Veranstalter Olivier Grein, Chef von Urban Agency Events, verteidigte gegenüber der «Neuen Zürcher Zeitung» das Sicherheitskonzept.
Einen bewaffneten Angriff auf eine grosse Menschenmenge könne man höchstens mit einem riesigen Polizeiaufgebot verhindern, sagte er.
Der Veranstalter sei für die Sicherheit auf dem Gelände zuständig, die Polizei für den Umkreis.
Wahrscheinlich werde die Polizei an Grossveranstaltungen in Zukunft präsenter sein, mutmasste Grein.
Charity-Lauf abgesagt
Die Krebsliga Aargau hat den für Donnerstag geplanten Charity-Vollmondlauf im Aarauer Schachen abgesagt.
Solange die Pferderennbahn nicht freigegeben sei, sei die Absage der einzig richtige Schritt, teilte sie am Montag mit.
Im vergangenen Jahr hatten mehr als 400 Personen am Lauf teilgenommen.
Auch das Schwimmbad Aarau blieb wegen des Grosseinsatzes bis auf Weiteres geschlossen.