Konjunkturprognose in Deutschland
Bundesregierung hebt Wachstumserwartung deutlich an
Die deutsche Bundesregierung hatte im April ihre Erwartungen noch auf ein Plus von 0,5 Prozent zurückgeschraubt, nachdem der Iran-Krieg und hohe Energiepreise die Konjunktur belastet hatten.
5 Beiträge in der DiskussionPrognose auf 1,3 Prozent angehoben
Die deutsche Bundesregierung rechnet mit einem deutlichen Aufschwung der Wirtschaft und hat ihre Konjunkturprognose angehoben.
Für dieses Jahr erwartet sie ein Wachstum von 1,3 Prozent.
Im April hatte sie noch mit einem Plus von 0,5 Prozent gerechnet.
Exporte und Investitionen als Treiber
Die Folgen des Iran-Kriegs und die stark gestiegenen Energiepreise hatten die Konjunktur zunächst deutlich belastet.
Die deutsche Wirtschaft habe sich aber als widerstandsfähiger erwiesen als erwartet, teilte das Wirtschaftsministerium mit.
Als Grund für das Wachstum werden vor allem Exporte sowie staatliche Investitionen und höhere Verteidigungsausgaben genannt.
Der deutsche Aussenhandel konnte demnach zeitweise sogar von weltweiten Engpässen profitieren, weil Käufer ihre Lagerbestände mit energieintensiven Gütern aufstockten, die in Deutschland produziert wurden.
Ausblick auf 2027 und 2028
Auch im kommenden Jahr dürfte die deutsche Wirtschaft weiter wachsen.
Für 2027 rechnet die Bundesregierung mit einem Plus von 1,1 Prozent, bislang war sie von 0,9 Prozent ausgegangen.
Für 2028 prognostiziert sie ein Wachstum von nur 0,6 Prozent.
Die weitere Entwicklung hänge wesentlich vom Verlauf der geopolitischen Konflikte im Nahen Osten und der Ukraine ab.
Institute hoben Prognose bereits an
Ende September hatten bereits führende Wirtschaftsforschungsinstitute ihre Wachstumsprognose für Deutschland auf 1,3 Prozent angehoben.
Im Frühjahr hatten die Institute noch vor einem «Energiepreisschock» gewarnt.
Die Auswirkungen des Iran-Kriegs blieben jedoch geringer als zunächst befürchtet.
Der Aufschwung stehe dennoch auf einem schmalen Fundament, hiess es.
Aus der DiskussionDas ist gelogen, wird nur hochgeschraubt für durchhalte Parolen. Dr.Markus Krall sagt wieso.User #6472 6 mal zugestimmt Mitreden
Reiche fordert Strukturreformen
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hatte am Tag vor der Veröffentlichung der sogenannten Herbstprojektion die Notwendigkeit von Strukturreformen betont.
Die CDU-Politikerin sagte im Bundestag, das Wachstum stehe noch auf wackligen Beinen.
«Die Lage bleibt fragil.»
Deutschland werde von externen Krisen wie dem Iran-Konflikt belastet.
«Aber wir haben vor allem auch Hausaufgaben zu machen.»
Es müssten Fesseln gelöst werden, sagte Reiche.