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Flydubai-Anschlag auf Tel Aviv

Copilot wollte Flugzeug auf Ben-Gurion-Flughafen stürzen lassen

Publiziert 30.09.2026, 08:53 Uhr Aktualisiert 09.10.2026, 20:37 Uhr

Auf dem Flydubai-Flug von Dubai nach Tel Aviv griff der Copilot am 30. September den Piloten mit einer Rettungsaxt an, ehe Passagiere ihn überwältigten.

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Ermittler nennen Anschlagsziel

Der Copilot des Flydubai-Flugs von Dubai nach Tel Aviv wollte laut den Ermittlern in den Vereinigten Arabischen Emiraten die Kontrolle über das Flugzeug übernehmen und einen Selbstmordanschlag auf das Passagierterminal des Ben-Gurion-Flughafens verüben.

Das sagte der Generalstaatsanwalt der VAE, Hamad al-Shamsi, laut der staatlichen Nachrichtenagentur WAM.

Der 29-jährige Verdächtige stammt aus dem Oman und gab in den Ermittlungen an, allein gehandelt zu haben.

Vorbereitung und Radikalisierung

Der aus dem Oman stammende Mann habe im Rahmen seiner Vorbereitungen zwei frühere Flüge nach Tel Aviv genutzt, um sich mit der Flugroute und dem Flughafen vertraut zu machen.

Laut al-Shamsi habe es bereits 2017 erste Anzeichen gegeben, dass sich der Mann während seines Studiums in Australien Extremismus und Terrorismus zuwandte.

Demnach liess er sich von den Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA inspirieren.

«Der Gedanke, eine ähnliche Aktion mit einem Flugzeug durchzuführen, verankerte sich fest in seinem Denken.»

Der Verdächtige trat im Januar dieses Jahres bei Flydubai einen Job an und arbeitete zuvor für mehrere Fluggesellschaften in verschiedenen Ländern.

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Axt-Angriff und Notlandung

Der Flug war am 30. September von Dubai nach Tel Aviv unterwegs, als es zu einem mutmasslichen Angriff des Copiloten auf den Piloten kam.

Nach emiratischen Erkenntnissen griff er ihn mit einer Rettungsaxt an.

Trotz schwerer Verletzungen konnte der Pilot die Cockpit-Tür öffnen, woraufhin Passagiere eindrangen und den Angreifer überwältigten.

Eine zweite Besatzung landete die während der Attacke stark abgesackte Maschine im saudi-arabischen Tabuk.

Pilot schildert Überleben

Der indische Flugkapitän Smit Machchhar schilderte in einem Videocall mit Indiens Premierminister Narendra Modi, wie er den Angriff überlebte.

Als er verletzt im Cockpit lag, bemerkte er, dass sich die Maschine im Sinkflug befand.

«Ich lag verletzt am Boden, aber ich sagte mir, ich müsse noch einmal alle Kräfte mobilisieren, um die Tür von innen zu öffnen», erzählte er.

Ihm sei bewusst gewesen, dass das Leben der rund 170 Passagiere auf dem Spiel stand.

Ein israelischer Geschäftsmann namens Tal sagte der «Jerusalem Post», das Cockpit sei zeitweise verwaist gewesen; er habe zwei neben ihm sitzende Piloten ins Cockpit gebracht, die den Flug in Saudi-Arabien landeten.

Besatzung wollte Angreifer losbinden

Nach Darstellung von Passagieren forderte die Besatzung, den bereits gefesselten Angreifer wieder loszubinden.

«Sie forderten uns auf, den Terroristen loszubinden. Wir hatten keine Ahnung, warum», sagte Passagier Tzvika Manes der «Washington Post».

Daniel Schlichter bestätigte die Szene: «Sie forderten die Freilassung des Terroristen. Wir wurden sofort misstrauisch.»

Aus der Diskussion
Typisch naives, wokes Gutmenschentum, Terroristen darf man nicht fesseln, wie verblödet sind die denn? Die Passagiere haben völlig richtig gehandelt und viele Leben gerettet!
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Frühere Sicherheitsbedenken bekannt

Zuvor hatte der israelische Sender «Channel 12» berichtet, der Copilot habe im Verhör ausgesagt, das Flugzeug auf den Flughafen von Tel Aviv stürzen lassen zu wollen.

Dem Bericht zufolge sei er mehrmals nach Israel geflogen und habe dabei Informationen gesammelt; den Anschlag habe er eigentlich schon im Juli geplant, ihn aber verschoben, weil damals ein befreundetes Besatzungsmitglied an Bord gewesen sei.

US-Medien zufolge war der Mann zuvor bei Oman Air suspendiert worden, nachdem er als Sicherheitsrisiko eingestuft worden war.

Nach Informationen von ABC News war bei ihm 2024 als Copilot-Auszubildendem extremistisches Material festgestellt worden, ähnliche Informationen liegen CNN vor.

Das «Wall Street Journal» schrieb, der Mann sei zu einem früheren Zeitpunkt mit einem Flugverbot belegt worden, weil die Befürchtung bestanden habe, dass er radikale ideologische Ansichten habe.

Recherche Antun Boskovic, Belinda Schwenter, Keystone-SDA und 7 weitere 19 Quellen
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