Krieg in der Ukraine
Selenskyj wirft den USA Unwillen gegenüber der Ukraine vor
US-Aussenminister Marco Rubio hatte den Krieg in der Ukraine zuvor als gefährliche Pattsituation und strategische Sackgasse bezeichnet.
120 Beiträge in der Diskussion 51 heute · 74 StimmenSelenskyj wirft USA Unwillen vor
Wolodymyr Selenskyj hat den USA am Donnerstag vorgeworfen, der Ukraine nicht helfen zu wollen.
«Das nennt man Unwillen!», sagte er auf einer Pressekonferenz in Pryluky.
Er bezog sich dabei auf Äusserungen von US-Aussenminister Marco Rubio.
Auf ukrainischer Seite wurden laut Selenskyj in den vergangenen zwei Tagen 78 Menschen getötet und 225 verletzt.
Forderung nach Starlink und Sanktionen
Selenskyj fordert einen uneingeschränkten Starlink-Zugang, um den Luftraum der Ukraine zu verteidigen.
«Gebt es uns, helft uns, unseren Luftraum zu verteidigen und dort die Oberhand zu gewinnen», sagte er.
Er kritisierte zudem, die USA verhandelten mit Russland über künftige Wirtschaftsprojekte und wollten zugleich vermitteln.
US-Präsident Donald Trump müsse den Sanktionsdruck auf Russland verstärken.
Rubio sieht strategische Sackgasse
Rubio hatte den Krieg zuvor in Portugal als gefährliche Pattsituation bezeichnet.
Die USA wollten aber keine Energie in aussichtslose Prozesse stecken, wenn es keine Fortschritte gebe.
In einem Interview mit einer griechischen Zeitung bezeichnete Rubio die Lage als «strategische Sackgasse».
Das grösste Hindernis seien Moskaus Gebietsforderungen, denn Russland verlange die volle Kontrolle über den Donbass, was die Ukraine ablehne.
Hoffnung auf Dreiertreffen im Oktober
Anfang Oktober hatte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache erklärt, er gehe davon aus, dass es der amerikanischen Seite im Oktober gelingen werde, ein Dreiertreffen zu organisieren.
Das ukrainische Verhandlungsteam stehe bereit.
Die Diplomatie müsse nun auch in Russland zur Priorität werden; bislang konzentriere sich Moskau ausschliesslich auf Angriffe und destabilisierende Aktivitäten in Europa.
Kremlchef Putin hatte Anfang des Monats betont, Russland sei bereit, Verhandlungen aufzunehmen und schnellstmöglich abzuschliessen.
Eine echte Gesprächsbereitschaft Moskaus wird von Kiew, seinen westlichen Verbündeten und Beobachtern stark angezweifelt.
Aus der DiskussionKiew verlangt mehr Druck, damit Kiew noch mehr Milliarden bekommt. Der Usurpator soll endlich mal zurücktreten. Er hat genug leid dem eigenen Volk gebracht!User #3978 30 mal zugestimmt Mitreden
Wadephul droht Russland mit Sanktionen
Aussenminister Johann Wadephul griff Russland nach dem ergebnislosen Lawrow-Treffen in New York scharf an.
«Putins Grausamkeit kennt keine Grenzen», sagte der CDU-Politiker nach den jüngsten Angriffen auf die Ukraine und drohte mit Sanktionen.