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Russische Angriffe auf Kiew

Tote und Stromausfälle nach russischen Drohnenangriffen in Kiew

Publiziert 26.09.2026, 13:49 Uhr Aktualisiert 08.10.2026, 21:38 Uhr

Russland hat seine Luftangriffe auf die ukrainische Hauptstadt und die Energieversorgung des Landes verstärkt, während die Ukraine sich seit Februar 2022 gegen die russische Invasion wehrt.

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Vier Tote in Kiew

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind infolge russischer Drohnenangriffe mindestens vier Menschen getötet worden.

Weitere 19 seien verletzt worden, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko bei Telegram mit.

13 von ihnen wurden demnach in Krankenhäuser eingeliefert.

Strom- und Wasserausfälle

Am Abend kam es dem Energieministerium zufolge wegen der Drohnenattacken zu Ausfällen von Teilen des Stromnetzes der Hauptstadt.

Kurzzeitig fiel die U-Bahn der Dreimillionenstadt wegen eines Spannungsabfalls aus.

Im Westteil der Metropole kam es dem örtlichen Versorgungsunternehmen nach zu Problemen bei der Wasserversorgung.

Für den Freitag wurden bereits stundenweise Stromsperren angekündigt.

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Nekrassow meldet Abschaltungen

Bereits zuvor hatten die verstärkten russischen Luftangriffe auf die Energieversorgung wieder mehr Stromausfälle und Abschaltungen gebracht.

In Kiew und in einigen Landkreisen im Umland sei der Strom notfallmässig abgeschaltet worden, teilte Vizeenergieminister Artem Nekrassow mit.

Auch in den frontnahen Gebieten Sumy, Charkiw, Donezk und Saporischschja brach nach russischen Angriffen die Stromversorgung zusammen.

Weitere Angriffstage auf Kiew

Bei Luftangriffen auf Kiew am Mittwochabend waren zwei Menschen getötet worden, wie der Zivilschutz mitteilte.

Eine Drohne hatte ein Hochhaus getroffen.

Bei weiteren Drohnenangriffen am Abend des 7. Oktober wurden nach Angaben Klitschkos mindestens ein Mensch getötet und 13 weitere verletzt, eine schwer verletzte Frau befand sich in kritischem Zustand.

25 Tote bei Grossangriff

Der in der Nacht begonnene russische Grossangriff auf Städte der Ukraine hatte nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj mindestens 25 Menschenleben gefordert, unter ihnen fünf Kinder.

Die Gesamtzahl der Verletzten gab er mit mindestens 100 an.

Das russische Militär setzte einen Waffenmix von Drohnen, ballistischen Raketen und Marschflugkörpern ein.

Allein in der Stadt Pryluky, etwa 120 Kilometer östlich von Kiew, wurden mindestens 9 Menschen getötet und 38 weitere verletzt, wie die Polizei des Gebiets Tschernihiw mitteilte.

Selenskyj beschuldigt Putin

Selenskyj nannte den Angriff ein «Geburtstagsgeschenk für Putin».

Kremlchef Wladimir Putin, der den Krieg gegen die Ukraine befohlen hat, wurde am Mittwoch 74 Jahre alt.

Nach Ansicht Selenskyjs beabsichtige Russland, diesen Kurs beizubehalten.

«Krieg ist seine Natur, seine Ideologie», sagte Selenskyj.

Die Sanktionen gegen Russland seien in vielerlei Hinsicht abgeschwächt.

Warnung und Munitionsmangel

Selenskyj hatte zuvor vor einem neuen russischen Grossangriff gewarnt und sich auf aktuelle Informationen des Geheimdienstes berufen.

Er rief die Bevölkerung auf, die Warnmeldungen vor Raketenangriffen zu beachten, und deutete den Mangel an Abwehrwaffen an.

Die ukrainische Flugabwehr leidet unter Munitionsmangel vor allem bei Waffensystemen, mit denen sich ballistische Raketen bekämpfen lassen.

Aus der Diskussion
Merz der Kanzler der Ukraine. Das eigene Volk lässt er im Stich.
DiVa M. 48 mal zugestimmt Mitreden

Merz sagt Militärhilfe zu

Bundeskanzler Friedrich Merz hatte bei einem Überraschungsbesuch in Kiew die deutsche Hilfe für die Ukraine verteidigt und auf deutsche nationale Interessen verwiesen.

Als Beispiel führte er tägliche Cyberangriffe aus Russland auf deutsche Rechenzentren und Datennetze an.

Für Militärhilfe kündigte Merz laut «Deutschlandfunk» eine Milliarde Euro an.

Recherche Esada Kunic, Keystone-SDA, Sina Barnert 23 Quellen
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