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EU-Kanada-Gipfel in Montreal

EU und Kanada gründen «Allianz für die Zukunft»

Publiziert 29.10.2026, 00:22 Uhr Aktualisiert 30.10.2026, 18:47 Uhr

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hielt trotz Widerstands von Ländern wie Deutschland an der Idee einer assoziierten EU-Mitgliedschaft Kanadas fest.

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Gemeinsamer Raum der Sicherheit

Die Allianz soll einen gemeinsamen Raum des Wohlstands und der wirtschaftlichen Sicherheit schaffen, heisst es in einer nach Abschluss des Spitzentreffens veröffentlichten Erklärung.

Dazu sollen gemeinsame Risiken für die wirtschaftliche Sicherheit verringert sowie stärker verflochtene und widerstandsfähigere Lieferketten aufgebaut werden.

Zusammenarbeit in Schlüsselbereichen

Konkret wollen die Partner ihre Zusammenarbeit bei Sicherheit und Verteidigung, Energie, Bildung, Handel und Raumfahrt ausbauen.

Auch Künstliche Intelligenz soll zu einem wichtigen Baustein der vertieften Partnerschaft werden.

Die Partner sollen damit die Abhängigkeit von Grossmächten wie China und den USA bei KI und kritischen Rohstoffen reduzieren.

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Hybride Bedrohungen für Demokratien

Das geostrategische Umfeld und zunehmende hybride Bedrohungen gefährdeten die Demokratien, heisst es in der Erklärung.

Dazu zählen etwa Sabotageakte, Cyberattacken oder Desinformationskampagnen, die unterhalb der Schwelle eines offenen militärischen Angriffs bleiben.

Stimmen zum Gipfel

Kanadas Premierminister Mark Carney sagte: «Unsere Gesellschaften werden von neuen Stürmen geschüttelt».

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte: «In Montreal eröffnen wir ein völlig neues Kapitel unserer gemeinsamen Geschichte».

EU-Ratspräsident António Costa sagte: «Die Verbindung zwischen der Europäischen Union und Kanada wird die engste, tiefste und einzigartigste sein, die es gibt».

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Begriff der Mitgliedschaft gestrichen

Carney sprach von der tiefstmöglichen Partnerschaft ohne Mitgliedschaft.

Gegen den Begriff der assoziierten Mitgliedschaft hatte es vor allem Widerstand von Bundeskanzler Friedrich Merz gegeben.

In der Folge wurde der Begriff aus dem Abschlussstatement genommen.

Streit um assoziierte Mitgliedschaft

Von der Leyen hatte den Vorschlag einer assoziierten Mitgliedschaft Kanadas im September in einer Rede im Beisein Carneys vorgebracht.

Merz und mehrere andere Staats- und Regierungschefs von EU-Ländern sorgten dafür, dass die Begriffe «assoziierte Mitgliedschaft» und «assoziiertes Mitglied» aus dem Entwurf der Abschlusserklärung gestrichen wurden.

Über eine Annäherung an Kanada herrscht unter den EU-Staaten grundsätzlich Einigkeit.

Handelsbeziehungen und Druck aus den

Die EU ist bereits Kanadas zweitgrösster Handelspartner nach den USA.

Nach einer jüngsten Eskalation haben beide Länder gegenseitig Strafzölle verhängt.

US-Präsident Donald Trump hat Kanada wiederholt damit gedroht, es zu einem US-Bundesstaat machen zu wollen.

Der Konflikt mit den USA lässt beide Seiten zusammenrücken.

Recherche Keystone-SDA 5 Quellen
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