Pferdekutschen im Central Park
New Yorker Stadtrat stimmt für Ende der Pferdekutschen im Central Park
Der Entscheid kommt nach jahrzehntelangem Streit über die Abschaffung der Pferdekutschen, die bei Touristen sehr beliebt sind.
15 Beiträge in der Diskussion 9 heute · 13 StimmenStadtrat stimmt für Gesetz
Auf den Gesetzentwurf hatten sich Bürgermeister Zohran Mamdani und die Vorsitzende des New Yorker Stadtrats, Julie Menin, geeinigt.
Ein Gesundheitsausschuss des Stadtrats hatte dem Papier zuvor ebenfalls zugestimmt.
Tierschützer und Kutscher im Streit
Tierschützer fordern schon lange ein Ende der Kutschfahrten.
Sie kritisieren, dass die Pferde überarbeitet und schlecht untergebracht seien, und dass sie leicht in Panik gerieten.
Die rund 150 Kutscher und Kutscherinnen weisen die Vorwürfe zurück und forderten bis zuletzt mehr Regulierung anstelle einer Abschaffung.
Laut einem Bericht argumentieren viele Betreiber, die Immobilienbranche stecke hinter den Verbotsinitiativen, weil sie hoffe, die hauptsächlich an der Westseite Manhattans gelegenen Ställe lukrativ umbauen zu können.
Trump nennt Ende «so traurig»
US-Präsident Donald Trump hat sich in die Diskussion eingemischt.
Das Ende der «fundamentalen New-York-Erfahrung» sei «so traurig», schrieb er bei seinem Online-Sprachrohr Truth Social.
«Es war eine grossartige Tradition.»
Nach Unfall nahm Druck zu
Die Kutschen rollen seit rund 150 Jahren durch den Central Park.
Immer wieder kommt es allerdings zu Unfällen.
Im Juni starb ein 18-Jähriger aus Indien, der mit seiner Familie in New York zu Besuch war.
Er war seiner Mutter aus einer Kutsche hinterhergesprungen, nachdem sie herausgeschleudert worden war.
Nach dem Unfall nahm der Druck deutlich zu, die Fahrten zu verbieten.
Im Gedenken an den Gestorbenen heisst das Verbotsgesetz nun «Romanch's Law».
Aus der DiskussionIm Text stand auch, aus für Velofahrer in den Schweizerstädten. Freude herrscht.User #5555 11 mal zugestimmt Mitreden
Kutscher-Gewerkschaft: Gesetz zu schwach
Mamdani schrieb auf X, die Pferdekutschenbranche in New York City stehe vor dem Aus.
Seine Regierung wolle dafür sorgen, dass die Rechte der Kutscher, Betreiber und Tiere geschützt werden.
Die Kutscher-Gewerkschaft hält den Gesetzentwurf laut «New York Times» für zu schwach, um die Beschäftigten zu schützen.