ICE-Schüsse in New York
US-Heimatschutz verteidigt ICE-Schüsse auf Mann in New York
Ein Beamter der US-Einwanderungsbehörde ICE hat am Donnerstag bei einem Einsatz in New York auf einen Mann in einem Auto geschossen und ihn verletzt.
9 Beiträge in der Diskussion 9 heute · 7 StimmenHeimatschutz rechtfertigt Einsatz
Nach Schüssen der US-Einwanderungsbehörde ICE auf einen Mann in New York hat das US-Heimatschutzministerium den Einsatz verteidigt.
Die Beamten seien überzeugt gewesen, dass ihr Leben, das ihrer Einsatzpartner sowie die Öffentlichkeit in Gefahr waren, und hätten deswegen Schüsse abgegeben, sagte Marcos Charles, stellvertretender Leiter der Abteilung ERO.
Diese Abteilung ist für die Durchsetzung von Verhaftungen und Abschiebungen unrechtmässiger Migranten in den USA zuständig.
Verdächtiger am Hals getroffen
Ein Verdächtiger sei «oberflächlich» von einer der Kugeln oder von Splittern am Hals getroffen worden, sagte Charles.
Die ICE-Beamten wollten einen Haftbefehl vollstrecken, nachdem der Mann sich bereits im September einer Verhaftung entzogen hatte.
Der Mann gehöre zu einer Bande, die für Diebstähle mit Waffen und Mopeds bekannt sei, sagte Charles weiter.
Mann im Krankenhaus
Am Donnerstag hatte ein ICE-Beamter auf den Mann geschossen und ihn verletzt.
«Der Mann ist am Leben und befindet sich in einem örtlichen Krankenhaus», schrieb das US-Heimatschutzministerium auf der Plattform X.
Der Mann habe bei dem Einsatz festgenommen werden sollen.
Nach Angaben des Ministeriums ist er Ausländer, wegen schweren Diebstahls verurteilt und in der Vergangenheit mehrfach verhaftet worden.
Der Vorfall trug sich am Nachmittag Ortszeit in einem Wohnviertel zu.
Kind im Auto unverletzt
New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani teilte mit, ersten Berichten zufolge hätten Einsatzkräfte das Auto des Manns umringt, in dem auch ein fünfjähriges Kind sass.
Dann seien mehrere Schüsse abgegeben worden.
Das Kind blieb nach bisherigem Kenntnisstand körperlich unverletzt.
Charles zufolge wussten die Beamten nichts von dem Kind.
Mullin beschuldigt Verdächtigen
US-Heimatschutzminister Markwayne Mullin machte den 28-Jährigen selbst für die Gefährdung des Kindes verantwortlich.
Anders als die Beamten habe der Mann gewusst, dass sich das Kind im Auto befand, und dennoch stark beschleunigt und zwei Fahrzeuge gerammt.
Offenbar sei er dabei auch auf Beamte zugefahren.
Die öffentliche Empörung müsse sich deshalb gegen den Verdächtigen richten, sagte Mullin.
Aus der DiskussionWer ist eigentlich in der schweiz verantwortlich für abschiebungen unrechtmässiger Migranten? Jans?User #3364 10 mal zugestimmt Mitreden
Behörde lehnt Aussetzung ab
Mullin zufolge bot Trump an, den Mann in den Gewahrsam der New Yorker Polizei zu übergeben, sofern diese strafrechtlich gegen ihn vorgehe.
Mamdani habe dies abgelehnt.
Mullin wies zudem Forderungen nach einer vorübergehenden Aussetzung der Einsätze seiner Behörde zurück.
«Nein, wir werden die Einsätze nicht aussetzen», sagte er.
Seine Behörde werde weiterhin die Einwanderungsgesetze durchsetzen.