Schülerproteste in Frankreich
Macron empört über pikantes Plakat in TV-Nachrichten
In Frankreich protestieren Schüler für eine bessere Ausstattung der Schulen, und dabei zeigte der Sender France 2 ein Plakat, das auf Emmanuel Macrons Ehe mit seiner Frau Brigitte abzielt.
25 Beiträge in der Diskussion 25 heute · 16 StimmenSlogan auf dem Plakat
Im Fernsehsender France 2 war ein Protestplakat mit dem Slogan «Macron bz ta prof, pas les nôtres» gezeigt worden.
Auf Deutsch heisst dies etwa «Macron, bumse deine Lehrerin, nicht unsere».
Die Abkürzung «bz» wird im Französischen verwendet, um das unflätige Wort «baiser» nicht auszuschreiben.
Der Spruch spielt darauf an, dass Macron seine Frau Brigitte kennenlernte, als sie seine Lehrerin war.
Forderungen der Schüler
Mit dem Slogan wollen die Schüler zum Ausdruck bringen, dass Macron keine Politik auf dem Rücken ihrer Lehrkräfte betreiben soll.
Der Slogan ist neben vielen anderen regelmässig bei den Schülerprotesten zu lesen.
Seit Tagen protestieren Schüler in Frankreich für eine bessere Ausstattung der Schulen und Bildungsgerechtigkeit.
Macron ausser sich
Macron soll ausser sich sein, dass das beleidigende Plakat am Dienstag in den 13-Uhr-Nachrichten zu sehen war.
Besonders erbost sei er, dass sich niemand der Senderverantwortlichen danach dafür entschuldigte.
Der Wirbel um das Plakat nahm auch dadurch Fahrt auf, weil die rechte Internetplattform «Destination Télé» ein Standbild der nur wenige Sekunden langen Sequenz veröffentlicht hatte.
Aus der DiskussionCharles de Gaulle und Mitterand hatten alles im Griff. Waren auch andere Kaliber.User #5300 11 mal zugestimmt Mitreden
France Télévisions räumt Verantwortung ein
«Wir sind nicht dafür verantwortlich, was auf den Plakaten der Demonstranten steht», sagte der Leiter der nationalen Redaktion von France Télévisions, Julien Duperray.
Wie der Sender France Info berichtete, räumte er aber ein: «Unsere Aufgabe ist es, die Kontrolle darüber zu behalten, was wir in unseren Sendungen zeigen.»
«Insbesondere, wenn bestimmte Wörter beleidigend sein können. Diese Mahnung wurde von der Geschäftsleitung an alle Redaktionsteams gerichtet.»