Klimademos in der Schweiz
Tausende demonstrieren in mehreren Städten für Klimaschutz
Nach dem historischen Hitzesommer 2026 gingen am Freitag in mehreren Deutschschweizer Städten Menschen für besseren Klimaschutz auf die Strasse.
231 Beiträge in der Diskussion4000 Menschen in Basel
Rund 4000 Menschen beteiligten sich am Freitagabend in Basel an den landesweiten Klima-Demonstrationen.
Die bewilligte Kundgebung nahm Bezug auf den Rekord-Hitzesommer 2026 und startete im Schützenmattpark in Richtung Innenstadt.
Auf den Transparenten waren Sätze wie «Keine 50-Grad-Sommer», «Die beste Klimaanlage ist eine intakte Natur!» oder «Zukunft retten – es gibt keinen Planet B» zu lesen.
Redner fordert Röstis Rücktritt
Der Demozug in Basel war durchmischt mit jüngeren und älteren Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
Auch die Basler Ständerätin Eva Herzog nahm an der Kundgebung teil.
Ein Bauer hielt eine Rede und forderte unter grossem Applaus den Rücktritt von Bundesrat Albert Rösti (SVP).
«Wir brauchen konsequenten Klimaschutz und müssen Emissionen viel schneller senken als bisher», sagte er.
Ein anderer Sprecher sagte, der Kapitalismus werde trotz Technik nicht grün, es brauche nicht mehr Klimaanlagen, sondern mehr Bäume und Schutz für jene, die draussen arbeiten.
Voller Bundesplatz in Bern
Auf dem Bundesplatz in Bern versammelten sich gegen Abend einige tausend Personen.
Die Demonstrantinnen und Demonstranten forderten die sofortige Umsetzung wirksamer Hitze- und Klimaschutzmassnahmen.
Die Klimakrise müsse auf politischer, finanzieller, sozialer und wirtschaftlicher Ebene mit höchster Dringlichkeit behandelt werden, forderte eine Rednerin der Organisation Klimastreik.
Auf dem fast vollen Bundesplatz hatten sich Menschen aller Altersgruppen eingefunden, viele trugen selbstgemachte Transparente.
Nach den Redebeiträgen standen eine Velodemo und eine Diskussionsrunde auf dem Programm.
Aus der DiskussionKriege unterstützen wollen und dann von Klima reden,genau mein Humor..User #2129 30 mal zugestimmt Mitreden
Allianz Keine 50-Grad-Sommer
Zu den schweizweiten Kundgebungen aufgerufen hatte die Allianz «Keine 50-Grad-Sommer», hinter der mehr als 100 Organisationen stehen, darunter die Klima-Allianz, Klimastreik, Greenpeace, Pro Velo, VCS sowie verschiedene politische Parteien aus dem linksgrünen Spektrum.
Die Kundgebungen fanden unter anderem auch in Bern, Zürich, Luzern und Bellinzona statt.