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Neutralitätsinitiative abgelehnt

Cassis will Neutralität weiter von Fall zu Fall auslegen

Publiziert 27.09.2026, 16:33 Uhr Aktualisiert 28.09.2026, 04:16 Uhr

Das Stimmvolk hat die Neutralitätsinitiative mit 70,2 Prozent abgelehnt, auch am Ständemehr scheiterte sie.

793 Beiträge in der Diskussion

Deutliches Nein an der Urne

Die Neutralitätsinitiative ist an der Urne deutlich gescheitert.

70,2 Prozent des Stimmvolks legten ein Nein ein.

Für Aussenminister Ignazio Cassis war es die erste Abstimmungsvorlage, für die er zuständig war.

Cassis: von Fall zu Fall

Cassis reagierte entspannt auf die Frage, ob sich die Schweiz mit ihrer Neutralität weiterhin durchwursteln könne.

Diesen Ausdruck hatte er im Frühling selbst verwendet.

Er formulierte stattdessen, es gehe darum, von Fall zu Fall zu entscheiden, was das richtige Vorgehen sei, um einen Krieg in der Schweiz zu verhindern und die Sicherheitslage zu schützen.

Nach seinen Worten sei die Neutralität in Friedenszeiten einfach, in der aktuellen unruhigen Weltlage jedoch viel schwieriger.

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Zweifelhafter Ruf im Ausland

Das fallweise Vorgehen hat der Schweiz laut dem Bericht in der Vergangenheit einen zweifelhaften Ruf eingebracht.

In ausländischen Leserkommentaren wird die Neutralität als Farce bezeichnet.

Auch befreundete Staaten bekundeten Mühe mit der fallweisen Auslegung, etwa Dänemark, das in der Schweiz gekaufte Schützenpanzer nicht an die Ukraine weitergeben durfte.

Aus der Diskussion
International haben wir die Glaubwürdigkeit verloren, es heisst, die Schweiz sei auch nicht mehr Neutral wie früher. 😰😰😰
User #1556 42 mal zugestimmt Mitreden

Ernährungsinitiative ebenfalls chancenlos

Am selben Abstimmungssonntag scheiterte auch die Ernährungsinitiative.

Über 72,5 Prozent stimmten dagegen.

Beide Initiativen scheiterten zudem am Ständemehr.

Recherche Bettina Zanni, Matthias Bärlocher 2 Quellen
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