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ÖV-Abbau in Wil

Grüne Prowil wehren sich gegen geplante Buslinien-Kürzungen

Publiziert 10.10.2026, 03:22 Uhr

Die Grünen Prowil haben im Stadtparlament von Wil eine Interpellation zu den geplanten Kürzungen auf den Buslinien 701 bis 704 eingereicht.

Grüne fordern klare Haltung

Die Grünen Prowil fordern vom Stadtrat eine klare Haltung zu den geplanten Kürzungen beim öffentlichen Verkehr.

Das geht aus der Interpellation hervor, die Michael Sarbach, Kantonsrat und Fraktionspräsident der Grünen Prowil, am Dienstagmittag den Medien verschickt hat.

Mit der Interpellation und einem Antrag auf Dringlicherklärung fordern die Grünen den Stadtrat auf, die Auswirkungen auf Wil aufzuzeigen, sich regional zu koordinieren und sich gegenüber dem Kanton für den Erhalt eines leistungsfähigen ÖV einzusetzen.

Kürzungen auf vier Buslinien

Im Rahmen des kantonalen Entlastungspakets «EP2026plus» droht dem Wiler Ortsbus laut der Interpellation ein erheblicher Leistungsabbau.

Die Linien 701 Bahnhof–Neulanden–Spital und 704 Bahnhof–Wilerwald sollen um rund 50 Prozent ausgedünnt werden.

Bei den Linien 702 Wilen–Bahnhof–Rossrüti und 703 Reuttistrasse–Wil–Neugruben ist eine Reduktion um rund 20 Prozent vorgesehen.

Die Umsetzung wäre frühestens ab 2028 möglich.

Diese Kürzungen sind Bestandteil der aktuellen Vorlage der Regierung an den Kantonsrat.

Konflikt mit städtischen Planungen

Für die Grünen Prowil stehen die Pläne in einem deutlichen Spannungsverhältnis zur langfristigen Verkehrs- und Siedlungsentwicklung der Stadt.

Die vorgeschlagenen Angebotsreduktionen würden Wil deutlich treffen und stünden in einem Spannungsverhältnis zu zentralen Planungen der Stadt, vom neuen Bahnhof über das Gesamtverkehrskonzept und die Ortsplanung bis zu Wil West sowie den Klima- und Mobilitätszielen.

Wil richtet derzeit mit dem Gesamtverkehrskonzept und der Ortsplanungsrevision seine Verkehrs- und Siedlungsentwicklung neu aus.

Recherche Lui Eigenmann 1 Quelle
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