Wohnpolitik in Zug
SP-Kantonsrat fordert konkrete Taten für bezahlbaren Wohnraum
Im Zuger Wahlkampf dieses Sommers und Herbsts haben sich laut dem SP-Kantonsrat Rupan Sivaganesan alle Zuger Parteien für bezahlbaren Wohnraum ausgesprochen.
Sivaganesan verlangt konkrete Umsetzung
Der Zuger Kantonsrat Rupan Sivaganesan (SP) hält in einem Gastbeitrag fest, dass sich diesen Sommer und Herbst alle Zuger Parteien in ihren Wahlkampagnen für bezahlbaren Wohnraum ausgesprochen haben.
Er begrüsst diese Einigkeit und kündigt an, bei der Umsetzung einer wohnfreundlichen Zuger Politik mitzuwirken.
SP-Initiative von 1981
Sivaganesan verweist auf das langjährige Engagement der SP Stadt Zug.
Im Juni 1981 nahm die Stimmbevölkerung die städtische SP-Initiative zur «Bekämpfung der Wohnungsnot» an, die innert zehn Jahren 400 preisgünstige Wohnungen forderte.
Für dieses Anliegen hatte sich unter anderem der spätere Stadtpräsident Dolfi eingesetzt.
Eine Einzelinitiative von Urs B.
Wyss von der CVP verlangte 1987 die Aufhebung der Volksinitiative, blieb damit aber erfolglos.
30 Jahre nach der Annahme hatte die Stadt gerade einmal 340 Wohnungen erstellt.
Initiative für 2000 Wohnungen
Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum bleibt laut Sivaganesan bestehen, auch weil die bürgerliche Steuerpolitik die Bodenpreise in die Höhe treibe und das Wohnen verteuere.
Zuletzt lancierte die SP die städtische Initiative «2000 Wohnungen für den Zuger Mittelstand», die im Juni 2023 von der Stadtzuger Bevölkerung gutgeheissen wurde.
Kritik an FDP-Parteipräsident
Sivaganesan bezeichnet Wohnen als das wichtigste sozialpolitische Thema unserer Zeit.
Er kritisiert, dass der Parteipräsident der FDP Stadt Zug das schlechte Abschneiden der FDP-Stadträtin Eliane Birchmeier, die auf dem letzten Platz der Gewählten landete, auf ihr «komplexes» Baudepartement zurückführe.