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Brandkatastrophe im Gotthard

Der Gotthard erinnert 25 Jahre nach dem Brand an elf Tote

Publiziert 24.10.2026, 08:48 Uhr

Am 24. Oktober 2001 endete im Gotthard die Kollision zweier Camions in einem Brandinferno, das elf Menschen das Leben kostete.

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Chauffeur fährt in Gotthard-Tunnel

Am 24. Oktober 2001 fuhr kurz nach 9.30 Uhr ein von Italien kommender belgischer Lastwagen in den 17 Kilometer langen Gotthardstrassentunnel.

Hinter dem Steuer sass ein Türke, der in Belgien mit einem Touristenvisum arbeitete.

Er hatte Alkohol getrunken.

Kollision auf Gegenfahrbahn

Der Lenker hatte Mühe, den Camion auf Kurs zu halten.

Einen Kilometer nach der Einfahrt touchierte er die Tunnelwand und geriet auf die Gegenfahrbahn.

Ein entgegenkommender italienischer Chauffeur bremste ab und wich aus, die Fahrzeuge prallten aber seitlich aufeinander.

Der türkische Lenker war zum Zeitpunkt des Crashs noch mit 40 km/h unterwegs, der italienische mit 10 km/h.

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Brand nach Treibstoffaustritt

Ein Treibstofftank barst, Diesel floss auf die Fahrbahn, und ein Kurzschluss bei einem Kabel entzündete das Diesel-Luft-Gemisch.

Bald brannten die Camions und deren Ladungen, unter anderem hunderte Pneus.

Elf Opfer im Rauch

Rauch breitete sich aus, bald konnte man die Hand nicht mehr vor seinen Augen sehen.

Der Tunnel erhitzte sich auf bis zu 1'200 Grad.

Nicht alle Autoinsassen konnten in die Schutzräume flüchten.

Zehn Menschen erstickten, ein elftes Opfer verbrannte.

Unter den Toten war auch der Unfallverursacher, dessen Leichnam 300 Meter von seinem Lastwagen entfernt aufgefunden wurde.

Schutzräume und Tunneldecke

Der italienische Chauffeur überlebte und wurde später ausgezeichnet, weil er zahlreichen Menschen das Leben gerettet hatte.

Das Feuer beschädigte auch die Infrastruktur, die Tunneldecke stürzte unter der Hitze teilweise ein.

Aus der Diskussion
Vor 25 Jahren!? Da waren die meisten, hier kommentierenden, noch gar nicht geboren!
User #3620 5 mal zugestimmt Mitreden

Sperrung und Sicherheitsinvestitionen

Wegen der Reparaturarbeiten war die Verbindung zwischen Airolo TI und Göschenen UR rund zwei Monate gesperrt.

Die Katastrophe war die vierte Tunnelbrandkatastrophe in den Alpen innert weniger Jahre.

Darauf wurde in die Sicherheit der Tunnel investiert.

Recherche Keystone-SDA 1 Quelle
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