Cybervorfälle in der Schweiz
Meldungen über Cybervorfälle beim Bund erreichen Höchststand
Schweizer Unternehmen und Privatpersonen geraten zunehmend ins Visier von Cyberkriminellen, wie jüngste Hacker-Vorfälle bei Ricardo, Publica und Beyond Gravity zeigen.
6 Beiträge in der Diskussion 6 heute · 4 StimmenNeuer Höchststand bei Meldungen
Die Zahl der freiwilligen Meldungen über Cybervorfälle beim Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) hat einen neuen Höchststand erreicht.
In der vergangenen Woche gingen 1587 Meldungen ein.
Der bisherige Spitzenwert von 1353 Meldungen einen Monat davor wurde damit um gut 17 Prozent übertroffen.
Überwiegend Phishing und Betrug
Bei den Meldungen handelt es sich überwiegend um Phishing, Betrugsversuche und unerwünschte Nachrichten.
Nicht jede Meldung bedeutet, dass ein Cyberangriff erfolgreich war oder ein Schaden entstanden ist.
Vorfälle bei Ricardo und Publica
Die zunehmende Bedrohung zeigt sich auch an jüngsten Hacker-Vorfällen bei der Internetplattform Ricardo, bei der Bundes-Pensionskasse Publica und der Raumfahrtfirma Beyond Gravity.
Mehr meldepflichtige Vorfälle
Zugenommen haben auch die meldepflichtigen Cybervorfälle bei kritischen Infrastrukturen.
Von Januar bis August registrierte das BACS insgesamt 280 Meldungen.
Von April bis August waren es 173 nach 104 im Vorjahreszeitraum.
Die Meldepflicht wurde erst im April 2025 eingeführt.
Aus der DiskussionUnd trotzdem versucht man mit aller Kraft, alles physische abzuschaffen und zwingt einem immer mehr in die reine digitalität! Geld, Ausweis, ID, Laborberichte, Steuern usw., usw., usw:!User #3252 15 mal zugestimmt Mitreden
Deloitte-Studie zu Cyberattacken
Dass Cyberangriffe für Schweizer Unternehmen ein wachsendes Problem darstellen, zeigt eine Mitte September veröffentlichte Deloitte-Studie mit Befragungen von 281 Verwaltungsratsmitgliedern kleinerer, mittlerer und grösserer Firmen.
Demnach waren laut Einschätzung bereits 41 Prozent der befragten Unternehmen von einer Cyberattacke betroffen.
Das sind 13 Prozentpunkte mehr als vor drei Jahren.
Experten warnen vor immer raffinierteren Angriffsmethoden.