Porsche in Stuttgart
Porsche verkauft erneut deutlich weniger Autos
Der Sportwagenbauer Porsche leidet unter der schwierigen Lage auf den wichtigen Märkten in China und in Nordamerika.
30 Beiträge in der Diskussion 17 heute · 26 StimmenAbsatz sinkt um 16 Prozent
Porsche meldet wegen der schwierigen Lage in China und Nordamerika einen weiteren Absatzrückgang.
In den ersten neun Monaten verkaufte das Unternehmen weltweit 178'532 Fahrzeuge, ein Minus von 16 Prozent.
Rabattaktionen sieht der Autobauer kritisch.
In einem weiterhin herausfordernden Marktumfeld verfolge das Unternehmen konsequent seine wertorientierte Absatzsteuerung und setze auf eine ausgewogene Balance zwischen Angebot und Nachfrage.
Rückgang in China und Nordamerika
In China verbuchte Porsche in den ersten neun Monaten ein Minus von 33 Prozent auf 21'493 Fahrzeuge.
Einer der Gründe für die Kaufzurückhaltung ist laut dem Unternehmen, dass das Geld bei wohlhabenden Chinesen wegen der Immobilienkrise im Land nicht mehr so locker sitzt.
Es werde auf die langfristige Entwicklung der Marke gesetzt anstatt auf kurzfristige Volumenziele.
In Nordamerika betrug das Minus 13 Prozent, dort lieferte das Unternehmen 56'088 Autos aus.
Dies sei vor allem durch das Aus der Verbrennervarianten von Boxster und Cayman bedingt, die es künftig nur noch mit Elektroantrieb geben wird.
In Europa gingen die Auslieferungen um 11 Prozent auf 44'949 Fahrzeuge zurück und in Deutschland um 7 Prozent auf 20'954 Autos.
Cayenne vorn, 911 legt zu
Bei den Modellreihen lag der Cayenne weiterhin an der Spitze: Sein Absatz sank um 2 Prozent auf 59'586 Fahrzeuge.
Seit dem Sommer ist die vollelektrische Variante am Markt, von ihr seien schon 7002 Fahrzeuge auf den Markt gekommen.
Der Sportwagen 911 legte um 12 Prozent auf 42'217 Autos zu.
Von der Baureihe Macan wurden 51'025 Fahrzeuge ausgeliefert, ein Minus von 21 Prozent, davon entfallen 23'029 Einheiten auf die Elektrovariante.
Leiters senkt China-Erwartung
Porsche stellt sich darauf ein, künftig höchstens noch ein Zehntel seiner Fahrzeuge in China zu verkaufen.
Der Markt sei sehr anspruchsvoll und habe sich grundlegend verändert, sagte Porsche-Chef Michael Leiters bei der Vorstellung der Unternehmensstrategie «Sportwagenschmiede '35».
Eine Rückkehr zu früheren Absatzhöhen um jeden Preis sei weder realistisch noch im Interesse der Marke.
Im Spitzenjahr 2020 wurden fast 35 Prozent der Porsche-Fahrzeuge in die Volksrepublik verkauft, 2025 waren es noch knapp 15 Prozent.
Aus der Diskussiond.h. höhere Preise und Margen.......User #4860 4 mal zugestimmt Mitreden
Sparkurs für mehr Profitabilität
Nach heftigen Gewinneinbrüchen will Porsche mit der strategischen Neuausrichtung zurück in die Erfolgsspur und sich stärker auf Fahrzeuge mit besonders hoher Rendite fokussieren.
«Mit unserer Strategie schaffen wir die Voraussetzungen, um Porsche in drei Phasen deutlich effizienter, produktiver und profitabler zu machen», sagte Leiters, der seit Januar im Amt ist.
Die Entwicklungskosten für künftige Modellreihen sollen um bis zu 20 Prozent sinken, die Personalkosten in der Fertigung mittelfristig um bis zu 30 Prozent, die Verkaufs- und Vertriebskosten um 20 Prozent.