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Krypto-Diebstahl bei Binance

Experte sieht Vertrauen in Kryptobranche durch Binance-Rekordraub belastet

Publiziert 30.10.2026, 14:51 Uhr

Nordkoreanische Hacker sollen bei der Kryptobörse Binance Kryptowährungen im Wert von bis zu 6,3 Milliarden US-Dollar gestohlen haben.

Vertrauen der Branche belastet

Der grösste Krypto-Diebstahl der Geschichte könnte das Vertrauen in die Kryptobranche nachhaltig belasten.

Wie gross der Schaden für das Ansehen der Branche ausfällt, hängt laut Markus Perdrizat vor allem davon ab, wie Binance mit dem Angriff umgeht.

Perdrizat ist Co-Chef der Cybersecurity Working Group der Zuger Crypto Valley Association.

«Jeder Hack dieses Ausmasses kostet die Branche ein Stück Vertrauen», sagte er auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP.

Entscheidend sei nun, wie schnell Binance die Auszahlungen wiederherstelle und wie offen das Unternehmen über die Ursachen informiere.

Mutmasslich 6,3 Milliarden Dollar gestohlen

Nordkoreanische Hacker sollen bei der Kryptobörse Binance Kryptowährungen im Wert von bis zu 6,3 Milliarden US-Dollar gestohlen haben.

Etwa die Hälfte davon wurde inzwischen eingefroren und so dem Zugriff der Angreifer entzogen.

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Binance will Kundenverluste übernehmen

Binance hat angekündigt, sämtliche Verluste der betroffenen Kunden zu übernehmen.

Das Geld dürfte daher nicht wie bei der Pleite von FTX im Jahr 2022 verloren sein.

Vielmehr könnte es ähnlich wie beim Diebstahl bei Bybit im vergangenen Jahr laufen.

Damals wurden die Verluste innerhalb weniger Tage ausgeglichen und das Vertrauen rasch wiederhergestellt.

Kurzfristig keine Auszahlungen

Binance bedient Kunden in der Schweiz.

Perdrizat kenne jedoch bislang keine spezifischen Berichte aus der Schweiz.

Kurzfristig seien Kunden vor allem dadurch betroffen, dass sie keine Auszahlungen mehr vornehmen könnten.

Zudem seien die Kurse von Kryptowährungen teils recht stark gefallen.

Staatliche Akteure wohl dahinter

Bei den Angreifern habe es sich höchstwahrscheinlich um staatliche Akteure gehandelt, die für ihren Angriff viele Ressourcen und vor allem Zeit aufwenden könnten.

Keine Organisation, so gut ihre Kontrollmechanismen auch seien, könne mit Sicherheit gewährleisten, dass sie solche Vorfälle jedes Mal verhindern könne.

Angreifer nutzten Mitarbeiter-Laptop

Die Cybersicherheitsfirma Kaspersky erklärte in einem Kommentar, die Vorfälle zeigten, dass Kryptobörsen nicht immun gegen Cyberangriffe seien und über verschiedene Wege kompromittiert werden könnten.

Die Angreifer nutzten dabei wohl den gehackten Laptop eines Mitarbeiters aus.

Recherche Keystone-SDA 1 Quelle
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