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Griechenland Social-Media-Verbot

Griechenland verbietet soziale Medien für Unter-15-Jährige

Publiziert 12.10.2026, 14:34 Uhr Aktualisiert 23.10.2026, 16:31 Uhr

Griechenland will als eines der ersten EU-Länder Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren den Zugang zu sozialen Medien untersagen.

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Parlament verabschiedet Verbot

Das griechische Parlament hat ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren verabschiedet.

Die Regelung soll am 1. Januar 2027 in Kraft treten, wie der Sender ERT News berichtete.

Griechenland gehört damit zu den ersten EU-Ländern, die ein solches Verbot einführen.

Minister verteidigt Neuregelung

Während der mehrstündigen Debatte verteidigte Dimitris Papastergiou, Minister für digitale Regierungsführung und künstliche Intelligenz, die Neuregelung als notwendige, wirksame und verhältnismässige Massnahme, die mit EU-Recht vereinbar sei.

«Es wäre heute sehr einfach, überhaupt nichts zu tun und auf das perfekte europäische Gesetz zu warten», sagte er.

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Altersprüfung über Kids Wallet

Die Plattformen müssen künftig das Alter ihrer Nutzer überprüfen.

Dabei soll unter anderem die App «Kids Wallet» helfen, die vom Ministerium für digitale Regierungsführung entwickelt wurde.

Bei einer Altersprüfung kann digital bestätigt werden, ob die Altersgrenze erreicht ist, ohne dass die Plattform sämtliche persönlichen Daten des Kindes erhält.

Frankreichs Gesetz gekippt

Frankreich hatte als erstes EU-Land im vergangenen Juli ein Verbot sozialer Netzwerke für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren eingeführt.

Der Verfassungsrat kippte das Gesetz im August 2026 mit der Begründung, es greife unverhältnismässig in die Freiheit der Meinungsäusserung und Kommunikation ein.

Präsident Emmanuel Macron will daran festhalten und hat Premierminister Sébastien Lecornu mit einer rechtssicheren Neufassung beauftragt.

Befragung unter 2'500 Schülern

Die Massnahme hatte Staatsminister Akis Skertsos bei einer Pressekonferenz in Athen gemeinsam mit anderen Ministern vorgestellt.

Gesundheitsminister Adonis Georgiadis zitierte eine Befragung von 2'500 Schülern: Ein Viertel gab an, soziale Medien übermässig zu nutzen.

Jeder Fünfte berichtete, nervös oder unsicher zu sein und Konzentrationsprobleme zu bekommen, wenn er keinen Zugang zu seinem Mobiltelefon hat.

Aus der Diskussion
Sehr gut. Denken und lernen wird nie altmodisch werden.
User #5937 7 mal zugestimmt Mitreden

Mitsotakis kündigte Verbot an

Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis hatte bereits im April auf TikTok erklärt, dass solch ein Verbot kommen werde.

Staatsminister Skertsos sagte nun: «Es ist an der Zeit, dass wir uns mit dem Problem einer möglichen digitalen Abhängigkeit beschäftigen».

Recherche Keystone-SDA 2 Quellen
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