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Siedlergewalt im Westjordanland

Siedler greifen Erntehelfer im Westjordanland an

Publiziert 14.10.2026, 11:18 Uhr Aktualisiert 16.10.2026, 14:02 Uhr

Seit dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 in Israel hat sich die Lage im besetzten Westjordanland nochmals zugespitzt.

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Verletzte bei Siedlerangriffen

Die Gewalt richtete sich vor allem gegen palästinensische Helfer bei der Olivenernte.

Neben mehreren Palästinensern soll gemäss Berichten palästinensischer und israelischer Medien auch eine ausländische Journalistin im Spital behandelt worden sein.

Olivenbäume und Fahrzeuge in Brand

Die Angreifer sollen Fahrzeuge und Olivenbäume in Brand gesetzt haben, hiess es in einem Bericht der palästinensischen Nachrichtenagentur Wafa.

Bei einem Vorfall sollen Siedler zwei Palästinenser geschlagen haben, einem weiteren Mann wurde demnach ins Bein geschossen.

Israels Militär soll auch Tränengas gegen Palästinenser eingesetzt haben.

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Israelische Armee prüft Berichte

Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Die israelischen Streitkräfte teilten auf Anfrage mit, sie gingen den Berichten nach.

Rund 30 Siedler gegen Erntehelfer

Die israelische Zeitung «Haaretz» meldete unter Berufung auf Augenzeugen in einem Dorf in der Gegend der Stadt Ramallah, dass rund 30 maskierte Siedler Erntehelfer angegriffen und ihnen befohlen hätten, zu gehen.

Israelische Sicherheitskräfte seien dazu gekommen, hätten aber keinen der Angreifer festgenommen.

Aus der Diskussion
Kriegsverbrecher Nation bleibt sich treu und begeht weitere Kriegsverbrechen!!@
User #1901 11 mal zugestimmt Mitreden

Mehr als 1'100 Tote seit

Die Lage im besetzten Westjordanland hat sich seit dem Hamas-Massaker am 7. Oktober 2023 in Israel und dem dadurch ausgelösten Gaza-Krieg nochmals zugespitzt.

Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums wurden seitdem mehr als 1'100 Palästinenser getötet.

Militär steht in der Kritik

Zugleich hat die Gewalt radikaler israelischer Siedler gegen Palästinenser stark zugenommen.

Dem israelischen Militär wird dabei immer wieder vorgeworfen, nicht entschlossen genug dagegen vorzugehen.

Brandstiftung an Moschee gemeldet

Ausserdem sollen Siedler laut Berichten eine Moschee im Ort Michmas nördlich von Jerusalem in Brand gesetzt haben.

Aufnahmen zeigten Schäden am Eingang des Gotteshauses, und auch ein angezündetes Auto soll vollständig niedergebrannt sein.

Das israelische Militär erklärte, die Angelegenheit werde geprüft.

Recherche Keystone-SDA 2 Quellen
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