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Strom-Sabotage in Deutschland

Polizei nimmt mutmasslichen Strom-Saboteur bei Aachen fest

Publiziert 04.09.2026, 02:32 Uhr Aktualisiert 08.09.2026, 13:28 Uhr

Seit dem 3. September fahndete die deutsche Polizei nach einem 48-jährigen Mann, der für mehrere Sabotageaktionen an Umspannwerken verantwortlich sein soll.

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Festnahme bei Weisweiler

Nach tagelanger Fahndung hat die deutsche Polizei einen mutmasslichen Saboteur festgenommen.

Der 48-jährige Daniel V. wurde am Dienstag in der Nähe des Kraftwerks Weisweiler bei Aachen geschnappt.

Das berichtet die «Bild», die eine Bestätigung von der Polizei erhalten hat.

Laut Informationen aus Sicherheitskreisen geriet der mutmassliche Täter im Raum Weisweiler im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen in eine Verkehrskontrolle.

Die Beamten erkannten den Gesuchten und nahmen ihn fest.

Sprengmittel bei Festnahme

Laut «Focus online» trug Daniel V. auch bei seiner Festnahme Sprengmittel bei sich.

Zudem hätten Polizeikräfte nach eigenen Angaben ein Zelt mit weiteren Sprengladungen gefunden.

«Die Gegenstände werden derzeit durch einen Entschärfer des Landeskriminalamtes Nordrhein-Westfalen begutachtet», teilte die Polizei Köln mit.

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Betroffene Regionen und Motive

Seit dem 3. September wurde nach dem Mann gefahndet.

Er soll für mehrere Sabotageaktionen an Umspannwerken verantwortlich sein.

Die Angriffe sollen sich über mehrere Regionen Deutschlands erstreckt haben; betroffen waren laut «Bild» unter anderem Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Brandenburg.

Solche gezielten Angriffe auf die Strominfrastruktur können ganze Regionen lahmlegen.

Die genauen Hintergründe und Motive sind bisher nicht öffentlich bekannt, die Ermittlungen laufen noch.

Ob er alleine handelte oder Teil eines Netzwerkes war, ist derzeit unklar.

Neuer Fund am Montag

Zuletzt waren am Montag erneut mehrere Abschussvorrichtungen an einer Hochspannungsleitung in der Nähe des Kraftwerks Weisweiler entdeckt worden – also ganz in der Nähe der Stelle, an der die Polizei den Mann nun festnahm.

Ausserdem fanden die Ermittler dort einen weiteren Bekennerbrief.

Aus der Diskussion
Sehr interessant. Es ist gegen fossile Brennstoffe, und wurde während einer Verkehrskontrolle gefasst. Was sagt uns das?
User #2373 21 mal zugestimmt Mitreden

Tagelange erfolglose Fahndung

Zuvor hatte die Polizei tagelang erfolglos nach dem Mann gesucht.

Am Montag konzentrierten sich die Einsatzkräfte auf ein Waldstück zwischen Wuppertal-Ronsdorf und Remscheid-Lüttringhausen, wo laut «WDR» eine verdächtige Person beobachtet worden war.

Bereits am Sonntag hatte die Polizei den Hambacher Forst mit einem Grossaufgebot durchsucht; laut «SRF» waren dabei rund 100 Polizeifahrzeuge im Einsatz.

Am Samstag veröffentlichte die Polizei Fotos des 48-Jährigen und weitete die Öffentlichkeitsfahndung aus.

Zudem wurde nach einem schwarzen Fahrrad gesucht, das der Gesuchte möglicherweise benutzt haben könnte.

Fund in Dormagen

Ausgangspunkt war der Fund eines verdächtigen Gegenstands an einem Umspannwerk in Dormagen zwischen Köln und Düsseldorf, den ein Spaziergänger am Donnerstagabend entdeckt hatte.

Es soll sich laut «Bild» um Abschussvorrichtungen für selbstgebaute Raketen gehandelt haben, auch eine Zeitschaltuhr soll angebracht gewesen sein.

Die alarmierte Polizei baute die Vorrichtung ab und sperrte das Gebiet weiträumig ab; Schäden entstanden an der Anlage nicht.

Die gefundenen Konstruktionen ähneln laut Polizei stark den Abschussvorrichtungen, mit denen Unbekannte zuvor in Bergheim Kabel über die Oberleitungen geschossen und so mehrere Kraftwerksblöcke lahmgelegt hatten.

Bekennerschreiben aus Gevelsberg

Den Ermittlern lagen mehrere Bekennerschreiben vor.

Diese sollen nach dpa-Informationen von einem Mann aus Gevelsberg bei Hagen stammen.

Darin reklamierte der Mann die jüngsten Angriffe auf das Energienetz in Brandenburg und in Nordrhein-Westfalen für sich und nannte Weisweiler als weiteren Tatort.

Die Schreiben enthielten Medienberichten zufolge Informationen zu Taten, die zu diesem Zeitpunkt öffentlich noch nicht bekannt waren.

Im Umfeld des Kraftwerks Weisweiler zog die Polizei daraufhin Kräfte zusammen, Mitarbeiter der Spurensicherung waren in Schutzanzügen und mit Atemschutz im Einsatz.

In Niedersachsen untersuchten Einsatzkräfte zudem das Gelände an einem Umspannwerk in Ganderkesee bei Oldenburg.

Recherche Keystone-SDA, Maja Bojic, Etienne Sticher 7 Quellen
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