feed.nau

Stromnetz-Sabotage in Sachsen

Polizei entdeckt 21 Sprengsätze an Stromleitungen in Sachsen

Publiziert 05.09.2026, 16:19 Uhr Aktualisiert 07.09.2026, 12:01 Uhr

Nach versuchten Angriffen auf das Stromnetz im Osten Deutschlands hat die Polizei neun weitere selbst hergestellte Sprengvorrichtungen gefunden.

58 Beiträge in der Diskussion

Neun weitere Sprengsätze entschärft

Im Landkreis Görlitz hat die Polizei neun weitere selbst hergestellte Sprengvorrichtungen gefunden.

Sie wurden im unmittelbaren Bereich von Hochspannungstrassen südlich des Umspannwerkes Graustein in der Nähe der Ortschaft Schleife entdeckt.

Spezialkräfte des Landeskriminalamtes Sachsen entschärften die Sprengsätze.

Damit erhöht sich die Gesamtzahl der in Sachsen aufgefundenen Sprengvorrichtungen auf 21.

Zwölf Funde in der Lausitz

Am Samstag hatten Polizei und Generalstaatsanwaltschaft Dresden bereits bekanntgegeben, dass insgesamt zwölf Sprengvorrichtungen in der Lausitzer Braunkohleregion an der Grenze zum Bundesland Brandenburg gefunden wurden.

Fündig wurden die Ermittler im Bereich von Hochspannungstrassen südlich des Umspannwerks Bärwalde nahe Lippen sowie östlich des Umspannwerks Graustein nahe Schleife.

Laut Polizei und Generalstaatsanwaltschaft sollten die Sprengsätze Schäden an den elektrischen Hochspannungsleitungen durch einen Kurzschluss herbeiführen.

Zu einem Schaden am Stromnetz kam es nicht, auch bestehe keine Gefahrenlage für die Bevölkerung.

Werbung

Ermittlungen wegen Sabotage

Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden, das Landeskriminalamt Sachsen und die Polizeidirektion Görlitz bitten die Bevölkerung weiterhin um Unterstützung bei den laufenden Ermittlungen.

Ermittelt wird wegen des Verdachts des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion in Tateinheit mit versuchter Störung öffentlicher Betriebe und versuchter verfassungsfeindlicher Sabotage.

Aus der Diskussion
Also sind Sie auch der Meinung. wie Intelligent die Anschläge geplant werden und dann sind doch Alle unfähig den Sprengknopf zu drücken
User #6051 14 mal zugestimmt Mitreden

Fahndung nach 48-Jährigem

Unterdessen wird intensiv nach einem Mann gefahndet, der Sabotageaktionen gegen das deutsche Stromnetz verübt haben soll.

Die Vorfälle konzentrieren sich auf Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Sachsen.

Polizei und Staatsanwaltschaft in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen hatten am Sonnabend einen gemeinsamen Fahndungsaufruf mit zwei Fotos des 48-Jährigen veröffentlicht und bitten die Bevölkerung um Hinweise.

Am Sonntag hatte es einen Grosseinsatz im Hambacher Forst nahe Köln gegeben, dort wurden jedoch keine Hinweise auf den Mann gefunden.

Am Freitag hatten Polizisten in der Wohnung des Tatverdächtigen im nordrhein-westfälischen Gevelsberg Sprengstoff gefunden.

Recherche Keystone-SDA 2 Quellen
Werbung