Stromnetz-Sabotage in Sachsen
Polizei entdeckt 21 Sprengsätze an Stromleitungen in Sachsen
Nach versuchten Angriffen auf das Stromnetz im Osten Deutschlands hat die Polizei neun weitere selbst hergestellte Sprengvorrichtungen gefunden.
58 Beiträge in der DiskussionNeun weitere Sprengsätze entschärft
Im Landkreis Görlitz hat die Polizei neun weitere selbst hergestellte Sprengvorrichtungen gefunden.
Sie wurden im unmittelbaren Bereich von Hochspannungstrassen südlich des Umspannwerkes Graustein in der Nähe der Ortschaft Schleife entdeckt.
Spezialkräfte des Landeskriminalamtes Sachsen entschärften die Sprengsätze.
Damit erhöht sich die Gesamtzahl der in Sachsen aufgefundenen Sprengvorrichtungen auf 21.
Zwölf Funde in der Lausitz
Am Samstag hatten Polizei und Generalstaatsanwaltschaft Dresden bereits bekanntgegeben, dass insgesamt zwölf Sprengvorrichtungen in der Lausitzer Braunkohleregion an der Grenze zum Bundesland Brandenburg gefunden wurden.
Fündig wurden die Ermittler im Bereich von Hochspannungstrassen südlich des Umspannwerks Bärwalde nahe Lippen sowie östlich des Umspannwerks Graustein nahe Schleife.
Laut Polizei und Generalstaatsanwaltschaft sollten die Sprengsätze Schäden an den elektrischen Hochspannungsleitungen durch einen Kurzschluss herbeiführen.
Zu einem Schaden am Stromnetz kam es nicht, auch bestehe keine Gefahrenlage für die Bevölkerung.
Ermittlungen wegen Sabotage
Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden, das Landeskriminalamt Sachsen und die Polizeidirektion Görlitz bitten die Bevölkerung weiterhin um Unterstützung bei den laufenden Ermittlungen.
Ermittelt wird wegen des Verdachts des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion in Tateinheit mit versuchter Störung öffentlicher Betriebe und versuchter verfassungsfeindlicher Sabotage.
Aus der DiskussionAlso sind Sie auch der Meinung. wie Intelligent die Anschläge geplant werden und dann sind doch Alle unfähig den Sprengknopf zu drückenUser #6051 14 mal zugestimmt Mitreden
Fahndung nach 48-Jährigem
Unterdessen wird intensiv nach einem Mann gefahndet, der Sabotageaktionen gegen das deutsche Stromnetz verübt haben soll.
Die Vorfälle konzentrieren sich auf Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Sachsen.
Polizei und Staatsanwaltschaft in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen hatten am Sonnabend einen gemeinsamen Fahndungsaufruf mit zwei Fotos des 48-Jährigen veröffentlicht und bitten die Bevölkerung um Hinweise.
Am Sonntag hatte es einen Grosseinsatz im Hambacher Forst nahe Köln gegeben, dort wurden jedoch keine Hinweise auf den Mann gefunden.
Am Freitag hatten Polizisten in der Wohnung des Tatverdächtigen im nordrhein-westfälischen Gevelsberg Sprengstoff gefunden.