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Proteste in Italien

Italiens Behörden rüsten sich nach Krawallen für neue Proteste

Publiziert 21.10.2026, 10:23 Uhr Aktualisiert 23.10.2026, 14:07 Uhr

Im Süden Italiens weiten sich die Proteste gegen die hohe Inflation aus, und wegen Strassenblockaden durch Lkw-Fahrer können Supermärkte ihre Regale nicht mehr füllen.

87 Beiträge in der Diskussion 2 heute · 71 Stimmen

Behörden verstärken Sicherheit

In Mailand, Turin und Rom wurden die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt.

Ein grosses Aufgebot an Sicherheitskräften steht bereit.

Laut «Corriere della Sera» werden Bahnhöfe in der Region Lombardei streng überwacht, und die Polizei bereitet sich auf präventive Festnahmen vor.

In der Innenstadt sollen keine Demonstrationen genehmigt werden.

Keine Ausgangssperre geplant

Von einer Ausgangssperre ist zunächst keine Rede.

Die Behörden wollen laut «Corriere della Sera» verhindern, dass das öffentliche Leben in Mailand zum Erliegen kommt.

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Krawalle nach friedlichen Protesten

Am vergangenen Wochenende kam es nach zunächst friedlichen Protesten gegen hohe Lebenshaltungskosten zu gewalttätigen Ausschreitungen.

In Mailand schlugen meist schwarz gekleidete und vermummte junge Leute Schaufensterscheiben ein und plünderten Geschäfte und Supermärkte.

Regierung schickt 500 Soldaten

Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat angekündigt, «entschlossen zu reagieren».

Vor wenigen Tagen verabschiedete die Regierung einen Erlass zur Entsendung von 500 weiteren Soldaten in die Finanzmetropole.

Diesel, Maut und verspätete Hilfen

Die Proteste richten sich insbesondere gegen drastisch gestiegene Diesel-Preise, gegen hohe Mautkosten und gegen die verzögerte Auszahlung staatlicher Hilfen.

Auf den Autobahnen A1 und A30 kam es durch die Blockaden zu langen Staus.

Auch Raffinerien und Zufahrten von Häfen wurden blockiert.

Landwirte und Spediteure haben sich den Protesten angeschlossen.

Forderung nach Steuererleichterungen

Verlangt werden sofortige Steuererleichterungen, etwa die vollständige Befreiung von Agrardiesel.

Die rechte Regierungschefin Giorgia Meloni hat Gespräche zugesagt.

Büffelmozzarella-Produktion in Gefahr

Nach Angaben des Konsortiums zum Schutz der «Mozzarella di Bufala Campana DOP» können viele Büffelmilchbauern ihre Milch seit vier Tagen nicht mehr zu den Käsereien transportieren.

Die Lieferungen der fertigen Mozzarellas an den Handel sind unterbrochen.

Die Milch muss innerhalb von 60 Stunden nach dem Melken verarbeitet werden, und die Lagertanks auf den Höfen fassen nur begrenzte Mengen.

Medienberichten zufolge belaufen sich die Einnahmeausfälle der Industrie auf rund drei Millionen Euro täglich.

Aus der Diskussion
Die meisten Kommentare hier sind ja auch von Bots verfasst.
User #1746 15 mal zugestimmt Mitreden

Geheimdienst prüft Bot-Verdacht

Italienische Geheimdienste untersuchen, ob Aufrufe zu Demonstrationen in Mailand, Turin und Bologna online gezielt künstlich verstärkt wurden.

Das berichten «La Repubblica» und «Il Giornale d’Italia».

Verteidigungsminister Guido Crosetto spricht von «hybrider Kriegsführung».

Es gibt jedoch keine Hinweise auf eine nachgewiesene Steuerung durch Staaten, Organisationen oder Gruppen.

Recherche Keystone-SDA, Simon Ulrich 4 Quellen
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