Wahl in Israel
Shani fordert vor der Wahl in Israel Verantwortung für Versäumnisse
Der Chefdirigent der Münchner Philharmoniker, Lahav Shani, wendet sich im Vorfeld der Wahl in seiner israelischen Heimat mit kritischen Worten an seine Landsleute.
9 Beiträge in der DiskussionShani fordert Verantwortung für Versäumnisse
Der Chefdirigent der Münchner Philharmoniker, Lahav Shani, hat sich im Vorfeld der Wahl in seiner israelischen Heimat mit kritischen Worten an seine Landsleute gewandt.
In einem ungewöhnlichen persönlichen Statement rief er die Verantwortlichen auf, für die Versäumnisse im Zusammenhang mit dem Hamas-Massaker am 7. Oktober Verantwortung zu übernehmen.
Shani sprach sich ausserdem für die Gleichberechtigung der arabischen Bürger Israels bei den Wahlen aus.
Sein Text wurde auch auf Hebräisch in der Tageszeitung «Haaretz» veröffentlicht.
Gleichberechtigung arabischer Israelis gefordert
Jeder, der das Land führen wolle, müsse sich verpflichten, dessen gesamte Bevölkerung zu vertreten.
Shani schreibt: «Das bedeutet, arabische Israelis als in jeder Hinsicht gleichberechtigte Bürger anzuerkennen.»
Zudem sagt er: «Ich halte den pauschalen Boykott arabischer politischer Parteien für beschämend und rassistisch motiviert.»
Umfragen sehen Kopf-an-Kopf-Rennen
Ein Fünftel der rund zehn Millionen Israelis sind arabische Staatsbürger.
Laut Umfragen zeichnet sich bei der Parlamentswahl am Dienstag ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem Lager von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und dem seiner Gegner ab.
Die arabischen Parteien könnten zum Zünglein an der Waage werden.
Netanjahu-Lager stellt arabische Parteien infrage
Netanjahu und seine politischen Verbündeten haben die Beteiligung arabischer Parteien an politischen Bündnissen in Israel wiederholt infrage gestellt.
Auch Teile der jüdischen Opposition schliessen eine Koalition mit arabischen Parteien aus.
Die Ablehnung wird unter anderem mit Sicherheitsbedenken und dem Vorwurf begründet, einzelne arabische Abgeordnete distanzierten sich nicht ausreichend von palästinensischen Organisationen.
Kritiker verweisen zudem auf die Ablehnung der Definition Israels als jüdischen Staat durch einzelne arabische Parteien, die diese als diskriminierend gegenüber der arabischen Minderheit ansehen.
Aus der DiskussionLeider hat sich die israelische Gesellschaft zu einer der rassistischen Gemeinschaft entwickelt. Traurig aber Wahr.User #6425 10 mal zugestimmt Mitreden
Aufruf zu Empathie für beide
Shani spricht sich weiter für mehr Empathie und Mitgefühl mit den vom Konflikt betroffenen Israelis und Palästinensern gleichermassen aus.