Hamas-Überfall 2023
Netanjahus Büro dementiert Bericht über Warnung vor Angriff
Laut «Haaretz» soll der emiratische Präsident Netanjahu eineinhalb Wochen vor dem 7. Oktober 2023 vor einer grossangelegten Hamas-Offensive gewarnt haben.
28 Beiträge in der Diskussion 28 heute · 24 StimmenNetanjahus Büro dementiert
Israels Regierung weist Berichte zurück, wonach die Vereinigten Arabischen Emirate den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu kurz vor dem Terrorüberfall am 7. Oktober 2023 vor Plänen einer grossangelegten Offensive der islamistischen Hamas gewarnt haben sollen.
«Die Presseberichte sind falsch», teilte Netanjahus Büro am Abend mit.
«Der Ministerpräsident hat vor dem 7. Oktober keine Warnung aus den Vereinigten Arabischen Emiraten erhalten.»
«Haaretz» berichtet über Telefonat
Zuvor hatte die linksliberale israelische Zeitung «Haaretz» berichtet, Netanjahu habe die israelischen Sicherheitschefs trotz der persönlichen Warnung nicht informiert und nichts mit diesen Informationen unternommen.
Laut dem Zeitungsbericht rief der emiratische Präsident Mohammed bin Sajid den israelischen Regierungschef eineinhalb Wochen vor dem 7. Oktober 2023 aus dem Präsidentenpalast in Abu Dhabi an und sprach 45 Minuten mit ihm.
In dem Gespräch habe der Präsident Netanjahu gewarnt, dass der damalige Chef der Hamas, Jihia al-Sinwar, eine grossangelegte Offensive gegen Israel plane.
Netanjahu reagierte angeblich gelassen
Zu seiner Überraschung habe Netanjahu jedoch «relativ gelassen» reagiert und versichert, Israel sei «auf jegliches Szenario vorbereitet».
Netanjahu habe die Lage im Westjordanland für deutlich explosiver gehalten.
Aus der DiskussionDer wollte das so um einen Vorwand zu habenUser #1439 14 mal zugestimmt Mitreden
Quelle des Berichts
Nach Angaben des Blatts wurden drei hochrangige ausländische Regierungsvertreter über den Inhalt des 45-minütigen Telefonats informiert.
Als Quelle wird ein Berater des emiratischen Präsidenten Mohammed bin Sajid genannt, der mit dem Gespräch vertraut war.