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Trump-Landkarte in Island

Island bestellt nach Trump-Landkarte US-Botschafter ein

Publiziert 08.09.2026, 00:41 Uhr Aktualisiert 08.09.2026, 13:52 Uhr

US-Präsident Donald Trump teilte auf Truth Social eine Nordamerika-Landkarte, die Kanada, Grönland, Mexiko, Kuba und Island unter der US-Flagge zeigt.

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Island bestellt Botschafter ein

Islands Aussenministerin Thorgerdur Katrin Gunnarsdottir bestellte am Montag den US-Botschafter ein, wie ein Sprecher des Ministeriums auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Dabei habe man «unmissverständlich» deutlich gemacht, «dass das Bild völlig unangebracht sei».

Karte auf Truth Social

Trump provozierte am Montag mit einer auf der Plattform Truth Social geteilten Nordamerika-Landkarte, die unter anderem Kanada, Grönland, Mexiko, Kuba und Island unter der US-Flagge zeigt.

Darauf prangt nur ein einziger Ländername: Vereinigte Staaten von Amerika.

Die Karte selbst kommentierte Trump nicht.

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Trumps Gebietswünsche

Der Republikaner kokettiert immer wieder mit dem Wunsch, sich andere Länder und Inseln einzuverleiben.

Im Falle von Kanada hatte er anklingen lassen, dass das Nachbarland der 51. Bundesstaat der USA werden könnte.

Grönland will er kaufen und argumentiert, nur die USA könnten die zu Dänemark gehörende Insel gegen Begehrlichkeiten beispielsweise aus Russland oder China verteidigen.

Dem schwer angeschlagenen Karibikstaat Kuba hatte Trump schon offen mit einer Übernahme gedroht.

Aus der Diskussion
Und dann sage mir noch einer, gesundheitlich, sei alles in Ordnung, bei Trump.
User #4871 22 mal zugestimmt Mitreden

Mexiko und Dänemark reagieren

Auch in Mexiko sorgte die Grafik für Entrüstung.

Präsidentin Claudia Sheinbaum schrieb auf der Plattform X, dass ihr Land weder eine Kolonie noch ein Protektorat eines fremden Landes sei oder jemals sein werde.

«Wir sind stolz darauf, ein freies, unabhängiges und souveränes Land zu sein», schrieb sie.

Trump nannte sie dabei nicht namentlich.

Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen erklärte der Nachrichtenagentur Ritzau zufolge, dass die Grönländer immer wieder deutlich gemacht hätten, nicht Teil der Vereinigten Staaten sein zu wollen.

Diese Botschaft bekräftige man weiter.

Recherche Keystone-SDA 2 Quellen
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