Krawalle in Frankreich
Franzosen kaufen nach Krawallen Tränengas und Pfefferspray
Nach Krawallen bei Demonstrationen gegen die hohen Lebenshaltungskosten wollen viele Franzosen die Sache selbst in die Hand nehmen.
216 Beiträge in der Diskussion 213 heute · 131 StimmenNachfrage nach Tränengas steigt
Französische Waffenhändler verzeichnen einen Anstieg der Nachfrage.
Yves Gollety, der ein Waffengeschäft in Paris führt, berichtet von einem starken Anstieg der Nachfrage nach nicht-tödlichen Waffen seit Samstag.
Einen solchen Anstieg habe er noch nie gesehen.
Leute aus allen Schichten der Gesellschaft würden sich eindecken.
Sie seien traumatisiert und hätten Angst.
Vor allem Tränengas in Kanistern und Pfefferspray seien stark nachgefragt.
Laut dem Händler könnten sie nur zur Selbstverteidigung eingesetzt werden.
Bei anderen Waffen gebe es keinen Anstieg der Nachfrage.
Ladenbesitzer kauft Tränengas-Kanister
Der Besitzer eines Motorrad- und Scooter-Geschäfts im zentralen 15. Arrondissement in Paris erzählt der Nachrichtenagentur Reuters, dass er drei grosse Kanister Tränengas gekauft hat.
Man könne überrascht werden, sagt er.
Die Leute kämen ohne Warnung, deshalb müsse man vorbereitet sein.
Handelskammer warnt vor Bewaffnung
Alain Di Crescenzo, der Präsident der Handelskammer, berichtet gegenüber dem Radiosender Europe 1, dass er persönlich Ladenbesitzer gesehen habe, die sich mit Baseballschlägern, Brecheisen und Schrotflinten bewaffnet hätten.
Das sei «zutiefst besorgniserregend».
Er rät den Ladenbesitzern dringend davon ab, die Verteidigung selbst in die Hand zu nehmen.
Aus der DiskussionDie Pariser wählen seit über 20 Jahren extrem Links. Schmeckt euch die eigene Medizin?!User #1136 24 mal zugestimmt Mitreden
Hintergrund: Proteste und Ausschreitungen
Vor einer Woche kam es in Frankreich zu grossen Demonstrationen gegen die hohen Lebenshaltungskosten.
In vielen Städten eskalierten sie.
Es kam zu Ausschreitungen, Sachbeschädigungen, Brandstiftung und Plünderungen.
Für die angekündigten Proteste am Samstag setzt die Regierung rund 70'000 Polizisten ein, um Szenen wie vor einer Woche zu verhindern.