Debatte um Gaskraftwerke
GLP-Nationalrat Bäumle sieht keinen Widerspruch zum Klimaschutz
Das Parlament will das AKW-Bauverbot aufheben, die Atomgegner haben dagegen das Referendum eingereicht.
223 Beiträge in der Diskussion 223 heute · 100 StimmenNetto-Null bis 2050
Die Schweiz will bis 2050 das Netto-Null-Ziel erreichen.
Vor allem Gebäude und Verkehr sollen dann nur noch Energie verbrauchen, die kein CO2 ausstösst.
Dafür braucht es genügend Strom aus Erneuerbaren wie Wind, Wasser und Sonne, etwa für Wärmepumpen und Elektrofahrzeuge.
Referendum gegen AKW-Kehrtwende
Funktionieren werde das aber nur mit neuen AKWs, sagen die Befürworter von Atomstrom.
Das Parlament will deshalb das AKW-Bauverbot aufheben.
Die Atomgegner halten das für zu teuer, riskant und unnötig und haben das Referendum gegen die Atom-Kehrtwende eingereicht.
Einige der AKW-Gegner wollen als Backup-Lösung an kalten, nebligen, windstillen Wintertagen auf Gaskraftwerke setzen.
Diesbezüglich scheint man sich im Referendumskomitee aber nicht einig zu sein.
GLP stimmt gegen Gaskredit
GLP-Nationalrat Martin Bäumle hat in der Sommersession mit links-grüner Unterstützung beantragt, die Schweiz auf neue Gaskraftwerke als Backup zu verpflichten.
In der Herbstsession sagten die Grünliberalen zusammen mit Links-Grün dann Nein zum Kredit für neue Gaskraftwerke.
Aus der DiskussionKeine AKWs in CH bauen aber dafür Atomstrom aus Frankreich beziehen - ziemlich inkonsequent / heuchlerisch und schafft Abhängigkeit.User #4930 18 mal zugestimmt Mitreden
Bäumle lehnt neue AKW ab
«Ein neues AKW macht keinen Sinn», stellt Bäumle klar, und zwar aus unternehmerischen, elektrischen und zeitlichen Gründen.
Er gibt zu bedenken: «Es braucht nur irgendwo auf der Welt einen Unfall, und dann ist es vorbei mit der Lust, gross zu investieren.»
Auch als Backup für Mangellagen im Winterhalbjahr passen Atomkraftwerke für ihn nicht ins Schema.