SP-Nationalrat Bullakaj
Bullakaj erlebt seit Amt im Nationalrat mehr Hass
Der Wiler SP-Nationalrat Arbër Bullakaj berichtet, dass er seit seinem Nachrücken in den Nationalrat im April massiv mehr rassistische Angriffe erhält.
5 Beiträge in der Diskussion 5 heute · 5 StimmenBullakaj erlebt mehr Angriffe
Der Wiler SP-Nationalrat Arbër Bullakaj erlebt nach eigenen Angaben seit seinem Amtsantritt vermehrt rassistische Angriffe.
Er erhält Beschimpfungen, rassistische Sprüche und persönliche Angriffe.
Aufgeben kommt für ihn trotzdem nicht infrage.
Situation seit April verändert
Seit Bullakaj im April in den Nationalrat nachrückte, habe sich die Situation stark verändert.
«Ich bekomme, seit ich im Nationalrat bin massiv mehr solcher Kommentare als früher, als ich nur in Wil politisierte.»
Zunächst hielt er den raueren Ton für einen Teil des neuen politischen Amtes und dachte, der Hass werde sich legen.
Das war jedoch nicht der Fall.
Hass zielt auf Herkunft
Bullakaj fragte einen anderen Parlamentarier, ob dieser ebenfalls mit einer solchen Flut an Beschimpfungen konfrontiert sei.
Die Antwort war Nein, deutlich weniger.
Für ihn eine Erkenntnis: «Da wurde mir klar: Der Hass richtet sich nicht nur gegen meine Politik. Es geht um meine Herkunft und darum, dass manche mir deshalb meine Zugehörigkeit zu diesem Land absprechen.»
Kritik ja, Absurdes nein
Gegen eine harte politische Auseinandersetzung hat Bullakaj nichts, Kritik gehört für ihn zum politischen Geschäft.
«Ich nehme gerne Kritik an, das ist mir wichtig.»
Absurd werde es, wenn ihm jemand vorwerfe, er habe das politische System nicht verstanden, und gleichzeitig sage, er habe in der «Regierung» nichts verloren.
Er sei Nationalrat und damit Teil der Legislative, nicht der Regierung.
Aus der DiskussionImmer in den Medien, Aufmerksamkeitsdefizit? Er ist über einen Abgang, der gezielt eingefädelt wurde nachgerückt. Er ist nicht gewählt worden. Das ist das ProblemUser #5711 8 mal zugestimmt Mitreden
Video macht Verfasser sichtbar
Noch weiter gingen Kommentare, die ihm wegen seiner Herkunft die Zugehörigkeit zur Schweiz absprechen oder ihn als «Krebsgeschwür» bezeichnen.
Bullakaj hat sich deshalb entschieden, den Hass nicht einfach zu ignorieren.
Mit seinem Video wollte er sichtbar machen, was sonst hinter Bildschirmen verschwindet, denn die Verfasser seien keineswegs nur anonyme Internet-Trolle.