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Strompreise im Kanton Bern

Strompreise sinken 2027 – Berner Gemeinden bleiben teuer

Publiziert 08.09.2026, 15:04 Uhr Aktualisiert 08.09.2026, 17:27 Uhr

Die Elektrizitätskommission hat am Dienstag bekanntgegeben, dass die Strompreise 2027 im Mittel um rund vier Prozent sinken.

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Bern und BKW senken Preise

Die Strompreise sinken 2027 erneut.

Bei der EWB in der Stadt Bern gehen sie um 6,4 Prozent zurück, im BKW-Versorgungsgebiet sogar um 7,6 Prozent.

Damit liegen beide über dem gesamtschweizerischen Durchschnitt.

Berner Gemeinden bleiben teuer

Der Strom bei der BKW war schon im laufenden Jahr günstiger als bei der EWB.

Die Stadt Bern sowie Gemeinden wie Grossaffoltern, Burgdorf oder Steffisburg gehören schweizweit zu den teuersten.

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ElCom erklärt Tarifunterschiede

Dass BKW- und EWB-Strom nicht gleich teuer sind, liege wohl am hohen Eigenproduktionsanteil der BKW, deren Gestehungskosten sich nicht parallel zu den Marktpreisen bewegten, erklärt Urs Meister, Geschäftsführer der Elektrizitätskommission (ElCom).

Die unterschiedlichen Tarife in den Gemeinden hingen laut Meister mit den unterschiedlichen Gemeindeabgaben zusammen.

Ob die Gemeinden diese irgendwann harmonisierten, sei eine andere Frage, wovon er im Moment aber nicht ausgehe.

Dynamische Solarvergütung ab 2027

Ab 2027 ändert sich auch die Vergütung für die Einspeisung von Solarstrom.

Diese wird dynamisch: Je nachdem, wie sich der Strompreis am Spotmarkt bewegt, ändert sich die Höhe der Vergütung, theoretisch alle 15 Minuten.

Für kleine Anlagen gibt es laut Meister die Mindestvergütung, mit der man gegen tiefe Preise abgesichert ist.

Für alle anderen kann der Spotmarkt-Preis auch negativ sein.

Aus der Diskussion
Unsympathisch der ganze Stromzirkus! Geldscheffelei ohne ende!
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Anreiz gegen Einspeisung zur Unzeit

Der Effekt, dass man draufzahlt, wenn man zur Unzeit Strom einspeist, ist laut Meister gesetzlich so gewollt.

Es soll ein Anreiz für die Produzenten sein, Strom dann einzuspeisen, wenn dieser auch etwas wert ist.

Vier Prozent tiefere Tarife schweizweit

Gesamtschweizerisch sinken die Tarife 2027 laut Elcom im Mittel um rund vier Prozent.

Für einen typischen Haushalt fällt die Stromrechnung auf das Jahr gerechnet um 53 Franken tiefer aus.

Ein Haushalt mit einem Verbrauch von 4500 Kilowattstunden im Jahr bezahlt im Mittel 26,45 Rappen pro Kilowattstunde, rund 1,2 Rappen weniger als 2026. Die regionalen Unterschiede hängen vom Anteil des selbst produzierten Stroms und der Beschaffungsstrategie des jeweiligen Netzbetreibers ab.

Netzkosten und Messtarif steigen

Zurückgehen wird der Energietarif, während die Netzkosten und der Messtarif steigen.

Für mittelgrosse Betriebe zeige sich ein ähnliches Bild, schrieb die Elcom.

Recherche Keystone-SDA, Matthias Bärlocher 2 Quellen
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