feed.nau

Mietpreis-Initiative Bundesrat

Mieterverband fordert Rückzug des Gegenvorschlags zu Mietpreis-Initiative

Publiziert 13.10.2026, 10:05 Uhr

Der Bundesrat hatte am 25. September entschieden, der Mietpreis-Initiative einen Gegenvorschlag gegenüberzustellen.

11 Beiträge in der Diskussion 1 heute · 11 Stimmen

Appell mit 100'848 Unterschriften

Der Schweizerische Mieterinnen- und Mieterverband (MVS) hat der Bundeskanzlei am Dienstag einen Appell mit 100'848 Unterschriften übergeben.

Die Unterzeichnenden fordern, die Ausarbeitung eines indirekten Gegenvorschlags zur Mietpreis-Initiative sofort zu stoppen.

Der Entwurf, den der Bundesrat derzeit ausarbeiten lasse, müsse die Überprüfung der Mieten und die Kostenmiete beinhalten.

Mietpreis-Initiative und Gegenvorschlag

Die Mietpreis-Initiative verlangt, dass Mieten automatisch überprüft und gesenkt werden, sollten sie zu hoch sein.

Am 25. September hatte der Bundesrat entschieden, der Initiative einen Gegenvorschlag gegenüberzustellen.

Dabei soll eine Anfangsmiete an die Miete für ähnliche Wohnungen in der Umgebung angepasst werden können.

Werbung

Kritik an der Vergleichsmiete

In diese statistische Vergleichsmiete würde jede neue, teurere Miete wieder einfliessen und damit «die Mietpreis-Spirale zusätzlich anheizen», schreibt der MVS.

Zudem sollen Erhöhungen alle vier Jahre möglich sein und eine Überprüfung ist nicht vorgesehen.

Aus der Diskussion
Der Bundesrat mach das doch absichtlich.
User #4228 14 mal zugestimmt Mitreden

Badran sieht Marktmiete

Laut MVS-Vorstandsmitglied und Nationalrätin Jacqueline Badran plant der Bundesrat eine Marktmiete und schlägt damit das genaue Gegenteil der Mietpreis-Initiative vor.

Mit der Initiative sollten aber Kostenmiete und Renditen-Deckel endlich durchgesetzt werden, so Badran.

Dabei bezahlten Mieterinnen und Mieter heute schon zu viel fürs Wohnen, ist MVS-Präsident Carlo Sommaruga überzeugt.

Recherche Keystone-SDA 1 Quelle
Werbung