Prozess gegen Berner Unternehmer
Obergericht bestätigt Strafe gegen schillernden Berner Unternehmer
Das Wirtschaftsstrafgericht hatte den schillernden Berner Unternehmer und ehemaligen SVP-Politiker 2024 unter anderem wegen Betrugs verurteilt.
Obergericht bestätigt Freiheitsstrafe
Das bernische Obergericht hat die Strafe gegen den Angeklagten am Freitag weitgehend bestätigt.
Es sprach eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und zwei Monaten aus.
In erster Instanz war der Mann zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von drei Jahren und vier Monaten verurteilt worden.
Vorwurf: Geld aus Firmenkonstrukt abgezweigt
Im Prozess geht es um ungetreue Geschäftsführung, versuchten Betrug und Geldwäscherei.
Der Mann soll Geld aus einem Firmenkonstrukt abgezweigt und für eigene Zwecke verwendet haben.
Verteidigung: Schutz des Aktionärsdarlehens
Der Angeklagte und seine Verteidiger betonten vor Obergericht, er habe viel Geld in ein Firmenkonstrukt mit einem Geschäftspartner eingebracht.
Weil der Geschäftspartner, ein Architekt, dauernd hohe Honorare bezogen habe, habe der Angeklagte sein Aktionärsdarlehen schützen wollen.
Staatsanwaltschaft widerspricht Verteidigung
Die Staatsanwaltschaft liess dies nicht gelten.
Der Angeklagte habe die auf sein Privatkonto überwiesenen Firmengelder gleichentags ausgegeben, um private finanzielle Löcher zu stopfen.
Erste Instanz: Bedienung aus Firmenkasse
Die erste Instanz sah es als erwiesen an, dass der Gastro- und Immobilienunternehmer sowie Berufspilot über seine Verhältnisse gelebt und sich zur Finanzierung seines Lebensstils in einer Firmenkasse bedient hatte.
Früherer SVP-Politiker, Rückzug 2016
Der Mann war ein ehemaliger SVP-Politiker.
In den 2010er-Jahren gehörte er dem Berner Kantonsparlament und dem Berner Stadtrat an.
Als Stadtberner Gemeinderatskandidat musste er 2016 das Handtuch werfen, nachdem pikante Details aus seinem Vorleben öffentlich geworden waren.
Liegenschaftsprojekt in Münchenbuchsee
Der Unternehmer wandte sich auch einem Liegenschaftsprojekt in Münchenbuchsee zu, wo er unter anderem seinen Geschäftspartner geschädigt haben soll.