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Pflegemangel in der Schweiz

Personalmangel in der Pflege verschärft sich bis 2034

Publiziert 08.09.2026, 14:40 Uhr

Laut dem vierten Bericht des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums deckt der einheimische Nachwuchs bei den Pflegefachkräften bis 2034 höchstens 55 Prozent des Bedarfs.

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Obsan warnt vor Pflegemangel

Die Schweiz wird bis 2034 mit einem sich verschärfenden Mangel an Pflegepersonal konfrontiert sein, insbesondere in der Krankenpflege.

Das geht aus dem am Dienstag veröffentlichten vierten Bericht des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums (Obsan) hervor.

Die Deckungsquote durch einheimischen Nachwuchs wird bei den Pflegefachkräften nicht über 55 Prozent liegen.

Nachwuchs deckt Bedarf nicht

Prognosen zufolge wird der Anteil des Nachwuchsbedarfs, der durch die Ausbildung in der Schweiz gedeckt wird, im Zeitraum von 2024 bis 2034 auf Tertiärstufe zwischen 40 und 55 Prozent liegen.

Die Gesundheitseinrichtungen müssen zudem fast ein Drittel ihres Personals ersetzen, das bis 2034 aus dem Sektor ausgeschieden sein wird.

Die Alterung der Bevölkerung wird zu einem Anstieg des Bedarfs an zusätzlichem Personal führen.

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Vorzeitiger Ausstieg aus Beruf

Der Bericht beleuchtet auch den vorzeitigen Ausstieg aus dem Beruf.

Während 75 Prozent der Absolventen der Krankenpflege unmittelbar nach ihrer Ausbildung in einer Gesundheitseinrichtung arbeiten, sinkt dieser Anteil im Alter von 40 Jahren auf 47 Prozent.

«Ein Teil der künftigen Absolventen wird den Beruf verlassen oder ausserhalb einer Gesundheitseinrichtung tätig sein», heisst es in dem Bericht.

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Pflegeverband fordert bessere Bedingungen

Der Schweizer Pflegeverband (ASI) schreibt in einer Stellungnahme, dass es gelingen müsse, diplomierte Pflegekräfte im Beruf zu halten.

Dazu brauche es überall bessere Arbeitsbedingungen.

Die Umsetzung der zweiten Etappe der Pflegeinitiative biete den politischen Entscheidungsträgern eine einmalige Gelegenheit, den Personalmangel wirksam zu bekämpfen.

Auch die Gewerkschaft des öffentlichen Dienstes (SSP) sprach von einer besorgniserregenden Entwicklung und fordert einen Kurswechsel, um ausreichend Personal sowie akzeptable Arbeitsbedingungen zu gewährleisten.

Recherche Keystone-SDA 1 Quelle
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