Krebs bei unter 50-Jährigen
Immer mehr Menschen unter 50 erhalten eine Krebsdiagnose
Die Zahl der Krebsdiagnosen bei Menschen unter 50 Jahren steigt in mehreren Ländern, besonders bei Darmkrebs, wie aktuelle Untersuchungen zeigen.
555 Beiträge in der Diskussion 63 heute · 280 StimmenMehr Fälle bei unter 50
Die Studie des World Cancer Research Fund hat Krebsraten in den USA, England und den Niederlanden untersucht.
Die Erkenntnisse zeigen, dass immer mehr neue Fälle bei Menschen unter 50 Jahren diagnostiziert werden.
Anstieg in drei Ländern
Bei bestimmten Krebsarten ist der Anstieg in manchen Ländern gross.
In England haben sich die Erkrankungen an Prostatakrebs bei unter 50-Jährigen seit 2001 vervierfacht.
In England wurde bei sieben Krebstypen ein «signifikanter Anstieg» festgestellt.
In den USA waren es fünf Krebstypen, in den Niederlanden vier.
Schweiz: differenziertes Bild
Auch in der Schweiz wird die Krebsentwicklung bei unter 50-Jährigen beobachtet.
Eine Analyse eines Forschungsteams der Universität Freiburg untersuchte die Entwicklung der Krebserkrankungen von 1982 bis 2021. Laut Nicole Steck vom Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Bern zeigt die Analyse für die Schweiz ein «differenziertes Bild».
Steck leistet bei der Krebsliga Schweiz wissenschaftlichen Support.
Ursachen noch nicht geklärt
Fortgeschrittenes Alter ist weiterhin der Risikofaktor Nummer eins für Krebs.
Forschende prüfen, ob bessere Früherkennung, Ernährung, Übergewicht und Bewegungsmangel den Anstieg erklären können.
Fachleute betonen, dass die Ursachen bislang nicht vollständig geklärt sind.
Aus der DiskussionSollen wir den Elefanten im Raum ansprechen?User #6553 33 mal zugestimmt Mitreden
Rolle der Ernährung
Laut «DW» steigen die Darmkrebsraten bei jüngeren Menschen in vielen Regionen.
Übergewicht gilt als Risikofaktor für Krebsarten, während ballaststoffreiche Lebensmittel das Risiko für Krebs im Darm senken können.
Auch verarbeitetes Fleisch und Alkohol werden mit bestimmten Krebsrisiken verbunden.
Bei ultraverarbeiteten Lebensmitteln bleiben mögliche Zusammenhänge wissenschaftlich unsicher.