Paracetamol-Studie aus Kopenhagen
Paracetamol könnte Fortpflanzungsorgane von Töchtern beeinflussen
Paracetamol gilt in der Schwangerschaft als Mittel der Wahl gegen Schmerzen und Fieber, doch eine neue Studie wirft Fragen zu möglichen Folgen für Töchter auf.
7 Beiträge in der Diskussion 7 heute · 6 StimmenBefunde bei drei Monate alten
Die Einnahme von Paracetamol während der Schwangerschaft könnte womöglich die Fruchtbarkeit und den Zeitpunkt der Menopause der Töchter beeinflussen.
Mädchen, deren Mütter während der Schwangerschaft Paracetamol eingenommen hatten, wiesen im Alter von drei Monaten kleinere Eierstöcke, weniger Eibläschen, kleinere Gebärmütter und niedrigere Spiegel an Fortpflanzungshormonen auf.
Das berichtet das Forschungsteam im Fachjournal «Human Reproduction Open».
Forschende betonen Grenzen der Studie
Die Ergebnisse stünden im Einklang mit Befunden aus Tierstudien, denen zufolge Paracetamol während der Trächtigkeit eine eingeschränkte Fruchtbarkeit sowie eine verkürzte reproduktive Lebensspanne der weiblichen Nachkommen zur Folge haben kann.
Das erläutert das Team um Margit Bistrup Fischer vom Rigshospitalet in Kopenhagen.
Bei der aktuellen Analyse handle es sich aber um eine Beobachtungsstudie, die Daten belegten den Zusammenhang nicht ursächlich.
Ob die Unterschiede tatsächlich Folgen für die Fruchtbarkeit oder den Zeitpunkt der Menopause haben, müsse in längerfristigen Nachbeobachtungen geklärt werden.
Eizell-Vorrat und Menopause
Die Grundlage der späteren Fortpflanzung wird bereits im Mutterleib gelegt: Mädchen kommen mit der gesamten Zahl an Eizell-Anlagen zur Welt, die ihnen lebenslang zur Verfügung steht.
Ist der Vorrat erschöpft, kommt es zur Menopause.
Das ist der Zeitpunkt der letzten Regelblutung, anschliessend endet die Fruchtbarkeit dauerhaft.