Vorstoss in St. Gallen
St. Galler Fraktion fordert Mutterschaftsurlaub vor Geburt
Eine Fraktion in St. Gallen verlangt in einem Vorstoss einen bezahlten vorgeburtlichen Mutterschaftsurlaub für städtische Mitarbeiterinnen.
90 Beiträge in der Diskussion 89 heute · 50 StimmenForderung nach vorgeburtlichem Urlaub
Eine St. Galler Fraktion fordert einen bezahlten vorgeburtlichen Mutterschaftsurlaub für städtische Mitarbeiterinnen.
Drei Wochen vor dem Termin sollen sie zuhause bleiben können.
Geltendes Recht und Handlungsbedarf
Gemäss geltendem Bundesrecht haben erwerbstätige Mütter ab dem Tag der Geburt Anspruch auf 14 Wochen bezahlten Mutterschaftsurlaub.
Ein bezahlter Urlaub vor der Geburt ist hingegen nicht vorgesehen.
In der Praxis zeige sich jedoch, dass viele schwangere Arbeitnehmerinnen in den letzten Wochen vor der Geburt aus gesundheitlichen Gründen krankgeschrieben würden.
Die Fraktion sieht deshalb Handlungsbedarf bei der Stadt St. Gallen.
Winterthur als Vorbild
Die Fraktion verweist darauf, dass verschiedene Städte und Kantone diese Situation erkannt und erste Schritte unternommen hätten.
Die Stadt Winterthur habe im vergangenen Jahr beschlossen, ihren städtischen Mitarbeiterinnen künftig drei Wochen vor dem errechneten Geburtstermin einen bezahlten vorgeburtlichen Mutterschaftsurlaub zu gewähren.
Hintergrund sei, dass in Winterthur rund 80 Prozent der schwangeren Angestellten in den letzten Wochen vor der Geburt krankgeschrieben gewesen seien.
Auch die Stadt Zürich plant derzeit eine ähnliche Regelung.
Aus der DiskussionUnd wieder. Fordern. Zahlen können die Anderen. Eine SP IdeeUser #4861 27 mal zugestimmt Mitreden
Fraktion sieht geringe Mehrkosten
Die Fraktion argumentiert, eine entsprechende Regelung wäre mit geringen Mehrkosten verbunden und würde ein Zeichen für eine moderne und familienfreundliche Personalpolitik setzen.
Die Stadt St. Gallen könnte sich damit als attraktive Arbeitgeberin positionieren.
Nach Ansicht der Fraktion hätte ein bezahlter Urlaub vor der Geburt weitere Vorteile.