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Fifa-Präsident Infantino

Uefa fordert von Fifa-Präsident Infantino Antworten auf 42 Fragen

Publiziert 14.10.2026, 08:05 Uhr Aktualisiert 20.10.2026, 11:57 Uhr

Infantino hat sich vor dem FIFA-Rat in Zürich entschuldigt, doch die englische Verbandschefin Debbie Hewitt verlangt weitere Antworten.

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Uefa verlangt 42 Antworten

Die Uefa hat von Fifa-Präsident Gianni Infantino Antworten auf 42 Fragen verlangt.

Die Fragen betreffen unter anderem Pläne, Anteile an den WM-Wettbewerben an private Investoren zu verkaufen.

Infantino soll dabei ohne ausreichende Rücksprache mit den zuständigen Fifa-Gremien vorgegangen sein.

Eine wichtige Rolle spielt die Investmentfirma Thrive Capital, deren Chef Joshua Kushner der Bruder von Trumps Schwiegersohn Jared Kushner ist.

Nach heftiger Kritik wurde das Vorhaben auf Eis gelegt.

Die Uefa fordert trotzdem eine unabhängige Untersuchung.

Fragen zu Trump-Verbindungen

Die Uefa will ausserdem wissen, weshalb Infantino dem US-Präsidenten Donald Trump den erstmals vergebenen Fifa-Friedenspreis verlieh.

Dies geschah offenbar ohne Zustimmung des Fifa-Councils.

Auch ein millionenschwerer Mietvertrag für Büroräumlichkeiten im Trump Tower in New York wirft Fragen auf.

Dazu kommen mögliche Interessenkonflikte bei Sponsoring-Deals und Gespräche über eine Fifa-Kryptowährung.

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FA-Chefin verlangt Antworten

Die Sitzung des FIFA-Rats in Zürich war die erste, seit der sogenannte FFE-Plan bekannt geworden war.

Infantino entschuldigte sich und sprach von «Fehlern, die wir bei der Kommunikation und beim Konsultationsprozess gemacht haben».

Es sei nur ein Vorschlag gewesen, «in keiner Weise eine beschlossene Sache».

Debbie Hewitt, Präsidentin des englischen Verbands FA und Vizepräsidentin der FIFA, reicht das nicht.

Sie sagt: «Der Mann muss diese Fragen beantworten».

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Vorwurf eines zweiten Gehalts

Laut einer Recherche der «Times» soll Infantino neben seinem Fifa-Gehalt ein zweites Gehalt erhalten haben.

Der Fifa-Jahresbericht für 2024 wies eine Vergütung von 4,274 Millionen Schweizer Franken aus.

Gegenüber der US-Steuerbehörde IRS meldete die WM-Organisationsgesellschaft FWC2026 US Inc zusätzlich 1,76 Millionen Dollar an Infantino.

Die «Times» geht davon aus, dass er für 2025 und 2026 ähnliche oder höhere Beträge erhielt.

Miguel Maduro, früherer Vorsitzender des Fifa-Governance-Komitees, ordnete das als «klarer Verstoss gegen die Fifa-Statuten» ein.

Recherche Mathias Kainz, Pascal Moser, Simon Huber 3 Quellen
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