feed.nau

Kilchberger Schwinget

Samuel Giger triumphiert nach Verletzungspause in Kilchberg

Publiziert 01.09.2026, 16:15 Uhr Aktualisiert 08.09.2026, 03:18 Uhr

Samuel Giger gewinnt den Kilchberger Schwinget zum zweiten Mal und bodigt im Schlussgang den Innerschweizer Marcel Bieri.

212 Beiträge in der Diskussion

Brüngger schildert Mentalarbeit

Auf Linkedin schreibt der Mentalcoach über den Erfolg.

Giger habe das Erlebnis so beschrieben: «Der ganze Tag lief wie im Film ab.»

Genau das sei der Zustand, den Athleten erreichen wollten: Fokus einzig auf die Aufgabe, die Emotionen und die Stärken.

Brüngger schreibt, er habe zur mentalen Stärke des Schwingers beigetragen und ihm geholfen, das Vertrauen in sich selbst und in seine zuletzt verletzte Schulter zu stärken.

Zudem habe er dazu beigetragen, den richtigen Mix aus Hunger nach dem Sieg, Überzeugung, Lockerheit und Spass zu erlernen.

Coach in Reha und Kilchberg

In der Reha vertraute Giger auf Brüngger und dessen Unternehmen, das der Trainer mit einem Freund gegründet hatte.

Der Mentalcoach war während der gesamten Vorbereitung beim Schwinger und auch in Kilchberg vor Ort, wo er Giger jeweils auf den nächsten Gang vorbereitete.

Werbung

Monatelange Verletzungspause

Giger verpasste wegen einer Verletzung die Wintervorbereitung.

Im Frühsommer erlitt er eine Schulterverletzung, die ihn monatelang ausser Gefecht setzte.

Der letzte Wettkampf vor dem Kilchberg-Schwinget lag drei Monate zurück.

Der 28-Jährige hatte seit Ende Mai keinen Wettkampf mehr bestritten und dabei sämtliche Teilverbands- und Bergkranzfeste verpasst.

Giger im Sportpanorama

Einen Tag später gestand Giger im SRF-«Sportpanorama», er habe nicht sofort einschlafen können, weil die Eindrücke und Emotionen nochmals hochgekommen seien.

Er sieht sehr viele Parallelen zu seinem ersten Erfolg von vor fünf Jahren, als er sich den Festsieg mit Fabian Staudenmann und Damian Ott teilen musste.

«Der alleinige Festsieg ist schon noch ein bisschen schöner als zu dritt», sagte Giger.

Auf Instagram dankte er seinem Team und schrieb, speziell mache den Triumph vor allem der Weg dorthin.

Starke erste Gänge

Bereits im ersten Gang zeigte Giger seine Klasse: Gegen Matthias Aeschbacher setzte er sich souverän durch und erhielt die Bestnote 10,00. Auch im zweiten Gang gewann er gegen Sinisha Lüscher und stand nach zwei Gängen bei 19,75 Punkten.

Die Einteilung des Duells Giger gegen Aeschbacher hatte im Vorfeld für Diskussionen gesorgt.

Aus der Diskussion
Bravo Sämi Giger. Du hast den dummen Schwätzer das Maul gestopft. Du bist nicht nur ein Top Sportler, sondern auch top fair und freundlich.
User #6265 20 mal zugestimmt Mitreden

Staudenmann gegen König Orlik

Vor dem Fest galt der Berner Fabian Staudenmann als Favorit; er reiste mit fünf Kranzfestsiegen in Serie an, darunter die Bergfeste Rigi, Brünig und Schwägalp.

Im ersten Gang traf Schwingerkönig Armon Orlik auf Staudenmann.

Der Technische Leiter Fridolin Beglinger rechtfertigte die Einteilung gegenüber SRF: «Für mich war klar: Der König soll mit dem Besten schwingen.»

Recherche Andrea Schüpbach, Christoph Böhlen, Etienne Sticher und 5 weitere 10 Quellen
Werbung