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PSI in Villigen

PSI und Metafuels erproben synthetisches Kerosin

Publiziert 02.09.2026, 04:00 Uhr

Am 20. August haben das Paul-Scherrer-Institut und das Zürcher Unternehmen Metafuels auf dem PSI-Areal in Villigen eine Demonstrationsanlage für ihre «Aerobrew»-Technologie eingeweiht.

Demonstrationsanlage in Villigen eingeweiht

Das Paul-Scherrer-Institut PSI und das Zürcher Unternehmen Metafuels entwickeln gemeinsam einen alternativen Treibstoff für die Luftfahrt.

Am 20. August haben die Partner auf dem PSI-Areal in Villigen eine Demonstrationsanlage für ihre «Aerobrew»-Technologie eingeweiht.

Sie soll zeigen, ob sich das im Labor entwickelte Verfahren auch unter praxisnahen Bedingungen zuverlässig betreiben lässt.

Alternative zu Elektrifizierung

Flugzeuge lassen sich auf absehbare Zeit kaum vollständig elektrifizieren.

Um die CO₂-Emissionen der Luftfahrt zu reduzieren, wird deshalb intensiv an alternativen Treibstoffen gearbeitet.

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Kerosin aus grünem Methanol

Ausgangspunkt des Verfahrens sind Wasser, erneuerbarer Strom und Kohlendioxid.

Mit dem Strom wird zunächst Wasserstoff erzeugt, der anschliessend mit CO₂ zu sogenanntem grünem Methanol verarbeitet wird.

Mithilfe spezieller Katalysatoren wird das grüne Methanol chemisch in synthetisches Kerosin umgewandelt.

Die neue Anlage ist nach Angaben des PSI die weltweit erste, die sämtliche Schritte zur Herstellung von künstlichem Flugtreibstoff aus Methanol unter einem Dach vereint.

Herkunft des CO₂

Das benötigte CO₂ kann beispielsweise aus Holz- oder Pflanzenabfällen stammen.

Langfristig könnte auch Kohlendioxid verwendet werden, das direkt aus der Atmosphäre abgeschieden wird.

50 Liter SAF am Tag

Die Demonstrationsanlage ist auf eine Produktion von 50 Litern Sustainable Aviation Fuel, kurz SAF, pro Tag ausgelegt.

Das ist noch weit von einer industriellen Produktion entfernt.

PSI und Metafuels wollen untersuchen, wie sich das Verfahren im Dauerbetrieb verhält, und die einzelnen Prozessschritte weiter optimieren.

Damit soll die Grundlage für deutlich grössere Anlagen geschaffen werden.

Recherche Swiss Engineering 1 Quelle
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