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Luftangriff auf Kiew

Russischer Luftangriff auf Ukraine fordert mindestens zwölf Tote

Publiziert 01.09.2026, 05:31 Uhr Aktualisiert 01.09.2026, 15:27 Uhr

Russland hat die Ukraine in der Nacht mit ballistischen Raketen und Drohnen angegriffen, am schwersten betroffen war die Hauptstadt Kiew.

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Mindestens zwölf Tote

Durch einen massiven russischen Luftangriff mit ballistischen Raketen und Drohnen sind in der Ukraine mindestens zwölf Menschen getötet und Dutzende verletzt worden.

Das teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf der Plattform X mit.

Am schwersten betroffen war die Hauptstadt Kiew.

Sieben Tote in Eisenbahndepot

Allein in einem Eisenbahndepot in Kiew töteten die russischen Raketen sieben Menschen.

Es gebe Brände und schwere Schäden, schrieb Bahnchef Olexander Perzowskyj auf Facebook.

Dutzende Bahnmitarbeiter hätten sich in Schutzräumen in Sicherheit bringen können.

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Vier Tote in Boryspil

Unweit von Kiew in der Stadt Boryspil wurden vier Menschen bei dem Angriff getötet.

Unter anderem wurde ein mehrstöckiges Wohnhaus getroffen.

Der Gouverneur des Gebiets Kiew, Tymur Tkatschenko, warf den russischen Streitkräften vor, gezielt zivile Infrastruktur und Wohngebäude anzugreifen.

Das russische Militär sprach von Angriffen auf Rüstungsbetriebe und Treibstoffdepots in und um Kiew.

Angriffe im ganzen Land

Auch aus anderen Landesteilen gab es in der Nacht Berichte über russische Angriffe, darunter aus dem Raum Odessa am Schwarzen Meer.

Nach Angaben Selenskyjs wurden auch Charkiw, Saporischschja, Cherson und andere Städte angegriffen.

Der Angriff erfolgte in der Nacht zum offiziellen Beginn des neuen Schuljahres in der Ukraine.

Aus der Diskussion
Traurig ist vorallem, dass noch viel mehr Menschen sterben werden. Ein wirklicher Frieden scheint noch in weiter Ferne zu liegen.
User #4702 37 mal zugestimmt Mitreden

Selenskyj fordert mehr Flugabwehr

«Russland plant seine Angriffe immer so, dass sie im Leben der Menschen so viel Zerstörung wie möglich anrichten, und es hat Erfolg, wenn es an Kapazitäten zur Flugabwehr fehlt», erklärte Selenskyj.

Die Ukraine sei dankbar für alle Hilfen zur Flugabwehr, die Lieferungen müssten aber in diesem Herbst aufgestockt werden.

Kallas wirbt für Abfangraketen

Die EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas sagte bei einem informellen Verteidigungsministertreffen in Irland, man wisse, dass einige EU-Länder über Abfangraketen verfügten, deren Nutzungsdauer bald ablaufe.

Es wäre deshalb gut, diese der Ukraine zu überlassen, die sie zum Schutz ihrer Bevölkerung einsetzen könne.

Zudem spreche man auch Länder ausserhalb der EU an und arbeite daran, gemeinsam mit der Ukraine europäische Abfangraketen zu entwickeln und herzustellen.

Welche EU-Länder Abfangraketen abgeben könnten, sagte Kallas nicht.

Nach Angaben von Diplomaten soll es vor allem um Griechenland und Spanien gehen.

Viereinhalb Jahre Krieg

Die Ukraine verteidigt sich seit viereinhalb Jahren gegen eine grossangelegte russische Invasion.

Recherche Keystone-SDA 3 Quellen
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