Atomstreit mit Iran
Iran verweigert Kooperation mit den Atominspektoren
IAEA-Chef Rafael Grossi hält in einem nicht öffentlichen Bericht fest, dass Teheran seine umstrittenen Uran-Bestände weiter verschleiert.
14 Beiträge in der Diskussion 14 heute · 12 StimmenGrossi meldet fehlende Kooperation
Der Iran lässt die UN-Atomwächter weiter über seine umstrittenen Uran-Bestände im Dunkeln.
Teheran habe sich auch in den vergangenen Monaten geweigert, mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zu kooperieren, schrieb IAEA-Chef Rafael Grossi in einem nicht öffentlichen Bericht, der der Deutschen Presse-Agentur vorlag.
440 Kilogramm angereichertes Uran
Die Islamische Republik habe der IAEA in Wien weiterhin keine Informationen zu den etwa 440 Kilogramm an beinahe waffentauglichem Uran im Land geliefert.
Nach Angaben von Experten reicht die Menge für mehrere Atomwaffen aus, wenn der Reinheitsgrad des hoch angereicherten Materials noch etwas weiter erhöht würde.
Die Inspektoren der IAEA haben derzeit auch keinen Zugang zu den mehr als 20 Standorten des iranischen Atomprogramms.
Teheran bestreitet, Nuklearwaffen bauen zu wollen.
Angriffe auf Atomanlagen
Im Zuge des Iran-Kriegs haben die Vereinigten Staaten und Israel zahlreiche Atomanlagen in der Islamischen Republik angegriffen und schwer beschädigt.
Teheran reagierte unter anderem mit einer Blockadehaltung gegenüber der IAEA.
Rahmenabkommen ohne Wirkung
Die Vereinigten Staaten und der Iran hatten im Juni ein Rahmenabkommen geschlossen, um den Krieg zu beenden und den Weg für weitere Verhandlungen zu ebnen.
Darin wurde auch angekündigt, dass das hoch angereicherte Uran unter Aufsicht der IAEA verdünnt werden könnte.
Daraus wurde bislang nichts.
Aus der Diskussion"...in einem nicht öffentlichen Bericht, der der Deutschen Presse-Agentur vorlag"? Das hat sich nun wohl erledigt, jetzt ist er öffentlich. Welcher Witzbold steckt denn da dahinter?User #6487 3 mal zugestimmt Mitreden
Krieg wieder eskaliert
Seit Juni haben Washington und Teheran einander Verstösse gegen das Rahmenabkommen vorgeworfen.
In den vergangenen Tagen ist der Iran-Krieg erstmals seit Wochen wieder mit gegenseitigen Angriffen eskaliert.